1900
Inbetriebnahme Kraftwerk in Simmering
Am 11. Mai 1900 wurde der Bau des Kraftwerks Simmering im Gemeinderat beschlossen. Nachdem das Kraftwerk Simmering von den Österreichischen Schuckertwerken zunächst im Probebetrieb geführt wurde, ging die technische und kaufmännische Leitung im drei Jahre später an die neugeschaffene Direktion über. Nach kurzzeitigem Sitz in der Gumpendorfer Straße übersiedelte diese noch im Juli desselben Jahres in die Rahlgasse. Bereits 1907 bezog man ein neues Direktionsgebäude in der Mariannengasse.
Aufgrund des sich laufend weiterentwickelnden Energiesektors und des wachsenden Strombedarfs glichen die Kraftwerke einer ständigen Baustelle. Neben den Kraftwerksausbau wurden auch die Zahl der Unterwerke ausgebaut und die Hoch- und Niederspannungsleitungen an die neuen Belastungen angepasst. Nach Ende der Ausbauarbeiten wurde das Kraftwerk samt seiner acht Schornsteine prägend für das Stadtbild.
1902 entstand ebenfalls am Standort Simmering ein Lichtwerk, in welchem hochgespannter Drehstrom erzeugt wurde. Aufgrund der günstigen Lage am Donaukanal fiel die Wahl für den Standort Simmering, wo das Lichtwerk und Bahnwerk am selben Grundstück errichtet wurden. In einigen Unterstationen wurde dieser in Gleichstrom umgewandelt und lieferte später Strom für die elektrische Straßenbahn. Das Lichtwerk spielte eine wesentliche Rolle in der künftigen Energieversorgung, trug wesentlich zum Gemeinwohl bei.











