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Warum planen Wien Energie und die OMV eine Tiefengeothermie-Anlage in Aspern?

Aktualisiert am 06.11.2023

Wien muss raus aus Gas – um sowohl im Hinblick auf die Energiequelle als auch auf die Kosten dafür unabhängig zu werden. Gleichzeitig ist Klimaschutz eine der größten und wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Wärme spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Wien heizt bereits heute sehr umweltfreundlich und möchte sich auch hier weiter verbessern. Um raus aus fossilen Energiequellen zu kommen, gibt es zwei wichtige Alternativen: die Nutzung von Abwärme aus Industrie und Gewerbe und die Nutzung von Tiefengeothermie (Erdwärme).

Es gibt im östlichen Raum Wiens in tiefen Erdschichten ein großes Thermalwasservorkommen, das für Fernwärmeversorgung mittels Tiefengeothermie genutzt werden könnte. Das hat Wien Energie gemeinsam mit Partnern im Forschungsprojekt GeoTief Wien bestätigt. Zusätzlich hat Wien schon heute eines der größten Fernwärmenetze Europas. Damit bieten sich im Raum Wien ideale Voraussetzungen für die Nutzung von Erdwärme für die umweltfreundliche Beheizung von Gebäuden.

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Werden alle Wiener Haushalte von der Fernwärme aus Geothermie profitieren?

Mit der ersten Tiefengeothermie-Anlage in Aspern können Wien Energie und die OMV künftig Fernwärme für umgerechnet bis zu 20.000 Wiener Haushalte erzeugen (inklusive der Wärmepumpen von Wien Energie). Diese Wärme wird über das bestehende Fernwärmenetz verteilt und erhöht somit insgesamt den Anteil erneuerbarer Fernwärme.

Wien Energie und die OMV planen, mit bis zu sieben Tiefengeothermie-Anlagen in Wien künftig klimaneutrale Fernwärme für umgerechnet bis zu 200.000 Wiener Haushalte zu erzeugen. Dieses Ziel wollen die Partner bis im Laufe der 2030er-Jahre erreichen. Die erste Anlage in Aspern liefert Wien Energie und der OMV wesentliche Erkenntnisse für den weiteren Ausbau. 

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Wie läuft die wasserrechtliche Bewilligung für das Geothermie-Projekt genau ab?

Nach erfolgter Einreichung und Prüfung der Unterlagen durch die von der Behörde beigezogenen Sachverständigen erfolgt eine öffentliche Auflage des Projektes, die durch Einschaltungen (sog. Edikt) im redaktionellen Teil zweier in Wien weitverbreiteter Tageszeitungen und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ verlautbart wird. Daran schließt eine 6-wöchige Frist an, innerhalb welcher Einwendungen eingebracht werden können. Davon abhängig hat die Behörde den weiteren Verfahrensablauf festzulegen.

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Müssen sich Anrainer*innen Sorgen machen, etwa wegen möglichen Erschütterungen oder Risiken für Gebäude an der Oberfläche?

Nein. Die Geothermie ist eine sichere und zuverlässige Energiequelle. Das beweisen Geothermie-Anlagen weltweit, die jahrzehntelang ihre Versorgungsgebiete mit grüner Wärme beliefern. Auch in Österreich gibt es solche Geothermie-Anlagen bereits, etwa in Oberösterreich oder in der Steiermark.

Mit unserer umfassenden Geothermie-Forschung im Projekt GeoTief Wien haben wir schon im Vorfeld dieses Projekts genau dafür gesorgt, dass wir mögliche Risiken erkennen und ausschließen. Hinzu kommt eine laufende Überwachung (seismisches Monitoring) während der Errichtung und des Betriebs der Anlage. Dadurch wird sichergestellt, dass es zu keinen Erschütterungen über definierten Schwellwerten kommt.

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