Wasser sparen bei Dusche und Wasserhahn: Sparduschkopf, Perlator und Durchflussbegrenzer

Beim Duschen, Händewaschen oder Zähneputzen fließt schnell mehr Wasser als nötig. Wassermengenregler, Durchflussbegrenzer, Perlatoren und Sparduschköpfe können helfen, den Wasserverbrauch zu reduzieren und bei Warmwasser auch Energie zu sparen. Doch welche Lösung eignet sich wofür?
Aktualisiert am: 05.11.20263 Min. Lesezeit
Wasserhahn ist in der Küche aufgedreht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Wassermengenregler oder Durchflussbegrenzer begrenzt die Wassermenge, die pro Minute durch Wasserhahn oder Dusche fließt.
  • Am Wasserhahn kann ein Wassermengenregler den Durchfluss auf sechs Liter pro Minute begrenzen. Ohne Regler können bis zu 20 Liter pro Minute durchfließen.
  • Fließen mehr als elf Liter pro Minute aus dem Duschkopf, lohnt es sich, die Durchflussmenge zu prüfen.
  • Ein Perlator spart nicht automatisch Wasser. Entscheidend ist, ob das Modell auch die Wassermenge begrenzt.
  • Wer beim Duschen weniger Warmwasser verbraucht, spart Wasser und Energie für die Warmwasserbereitung.

Wie viel Wasser fließt aus Dusche und Wasserhahn?

Wie viel Wasser tatsächlich aus Dusche oder Wasserhahn kommt, lässt sich mit bloßem Auge schwer einschätzen. Entscheidend ist die Durchflussmenge: Sie gibt an, wie viele Liter Wasser pro Minute durch die Armatur fließen.

Je nach Ausstattung kann sich die Durchflussmenge am Wasserhahn deutlich unterscheiden. Ein Wassermengenregler begrenzt sie auf sechs Liter pro Minute, während ohne Regler bis zu 20 Liter möglich sind.

Auch bei der Dusche können Wassermengenregler eingesetzt werden. Sie begrenzen den Durchfluss auf 12 bis 15 Liter pro Minute. Liegt die Wassermenge aus dem Duschkopf über elf Litern pro Minute oder aus dem Wasserhahn über acht Litern pro Minute, lohnt es sich, die Durchflussmenge zu überprüfen.

Durchflussbegrenzer und Wassermengenregler: Funktionsweise

Ein Durchflussbegrenzer oder Wassermengenregler begrenzt die Wassermenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit durch eine Armatur fließt. Dafür ist ein Mindestdruck von 0,5 bar notwendig.

Auch bei der Dusche können Durchflussbegrenzer eingesetzt werden. Bei manchen Sparduschköpfen ist die Begrenzung bereits eingebaut.

Bei Warmwasser spart ein geringerer Durchfluss zusätzlich Energie, weil weniger Wasser erwärmt werden muss.

Perlator: Unterschied zum Durchflussbegrenzer

Perlator und Durchflussbegrenzer erfüllen nicht automatisch dieselbe Funktion. Ein Perlator, auch Strahlregler genannt, sitzt am Auslauf des Wasserhahns und verändert den Wasserstrahl.

Ob damit auch Wasser gespart wird, hängt vom Modell ab. Nicht jeder Perlator begrenzt die durchfließende Wassermenge. Ein Durchflussbegrenzer hingegen reduziert gezielt, wie viel Wasser durch die Armatur fließt. Manche Produkte verbinden beide Funktionen.

Sparduschkopf: Was er wirklich bringt

Ein Sparduschkopf reduziert den Wasserdurchfluss beim Duschen. Ein Eco-Duschkopf kann den Durchfluss um bis zu 30 % reduzieren. Dadurch wird weniger Warmwasser benötigt und auch der Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung sinkt.

Wie viel sich tatsächlich einsparen lässt, hängt vom bisherigen Durchfluss und von der Duschdauer ab. Auch am Waschbecken lässt sich Warmwasser sparen: Bei einem Einhebelmischer kann der Hebel grundsätzlich auf kalt stehen. So wird beim Händewaschen oder Zähneputzen nicht automatisch Warmwasser angefordert.

Lohnt sich ein Wassermengenregler in der Mietwohnung?

Ob ein Wassermengenregler auch bei den Wasserkosten einen Unterschied macht, hängt von der Abrechnung ab. Wird der Wasserverbrauch über einen Wohnungswasserzähler erfasst und nach Verbrauch abgerechnet, kann ein geringerer Verbrauch die Wasserkosten senken. Werden die Wasserkosten pauschal, nach Wohnungsgröße oder nach Anzahl der Bewohner*innen verrechnet, sinken die persönlichen Wasserkosten dadurch nicht. Auch wenn die Wasserkosten dadurch nicht sinken, lässt sich der Wasserverbrauch reduzieren und bei Warmwasser zusätzlich Energie sparen. Weitere Tipps und Richtwerte gibt es im Beitrag zum Wasserverbrauch pro Person und Haushalt.

Durchflussmenge selbst messen

Wie viel Wasser tatsächlich aus Dusche oder Wasserhahn fließt, lässt sich mit einem Messgefäß und einer Stoppuhr einfach feststellen.

Dazu das Wasser wie gewohnt aufdrehen und für eine bestimmte Zeit auffangen. Anschließend die gemessene Wassermenge auf eine Minute hochrechnen.

Werden zum Beispiel in 15 Sekunden zwei Liter Wasser aufgefangen, entspricht das acht Litern pro Minute:

  • 2 Liter × 4 = 8 Liter pro Minute

Ein Wasserstrahl kann völlig normal aussehen und trotzdem deutlich mehr Liter Wasser pro Minute liefern als erwartet.

Fazit: Wasser sparen mit weniger Durchfluss

Wie viel Wasser aus Dusche und Wasserhahn fließt, lässt sich mit einem einfachen Test feststellen. Ist der Durchfluss hoch, können Wassermengenregler, Durchflussbegrenzer oder ein Sparduschkopf den Wasserverbrauch reduzieren. Bei Warmwasser sinkt dadurch auch der Energiebedarf für die Warmwasserbereitung.

Häufig gestellte Fragen zu Wassersparen bei Dusche und Wasserhahn