Stromverbrauch einer Steckdosenleiste
Steckdosenleisten sind in fast jedem Haushalt zu finden. Sie sind praktisch, um mehrere Geräte gleichzeitig mit Strom zu versorgen. Aber wie viel Strom verbrauchen sie? Wir klären auf.
Das Wichtigste in Kürze:
- Einfache Steckdosenleisten verbrauchen selbst keinen Strom.
- Modelle mit elektronischen Zusatzfunktionen können einen Eigenverbrauch haben.
- Mit einer schaltbaren Steckdosenleiste lässt sich der Standby-Verbrauch angeschlossener Geräte vermeiden.
- Wie viel Strom tatsächlich verbraucht wird, lässt sich mit einem Strommessgerät überprüfen.
Verbrauchen Mehrfachsteckdosen wirklich Strom?

Mehrfachsteckdosen sind praktisch, denn an ihnen können mehrere Geräte gleichzeitig angeschlossen werden. Ob die Steckdosenleiste selbst Strom verbraucht, hängt von ihrer Ausstattung ab.
Einfache Steckdosenleisten vs. Modelle mit Zusatzfunktionen
Grundsätzlich lässt sich zwischen passiven und aktiven Steckdosenleisten unterscheiden:
Passive Steckdosenleisten:
Einfache Steckdosenleisten verteilen lediglich den Strom auf mehrere Steckplätze und besitzen keine elektronischen Zusatzfunktionen. Ohne angeschlossene Geräte verbrauchen sie selbst keinen Strom.
Aktive Steckdosenleisten:
Aktive Steckdosenleisten können Zusatzfunktionen wie Schalter, USB-Anschlüsse oder Überspannungsschutz besitzen. Elektronische Zusatzfunktionen können einen eigenen Stromverbrauch verursachen.
- Schalter: Mit einem Schalter lassen sich die angeschlossenen Geräte gemeinsam vom Stromnetz trennen. So lässt sich ihr Standby-Verbrauch vermeiden.
- USB-Ports: Sie bieten die Möglichkeit, Geräte direkt über die Steckdosenleiste aufzuladen. Die Elektronik für integrierte USB-Anschlüsse kann auch ohne angeschlossenes Gerät einen Eigenverbrauch haben. Wie hoch dieser ist, hängt vom jeweiligen Modell ab.
- Überspannungsschutz: Er schützt angeschlossene Geräte vor Spannungsspitzen, die durch Blitzeinschläge oder andere elektrische Störungen verursacht werden können.
Mehrfachstecker mit und ohne Schalter: Einfluss auf den Verbrauch
Steckdosenleisten ohne Schalter
Eine einfache Steckdosenleiste ohne Schalter und elektronische Zusatzfunktionen verbraucht selbst keinen Strom. Angeschlossene Geräte können jedoch weiterhin Strom beziehen, etwa im Standby-Modus.
Steckdosenleisten mit Schalter
Bei einer schaltbaren Steckdosenleiste können mehrere angeschlossene Geräte über den Kippschalter vom Netz getrennt werden. Dadurch lässt sich deren Standby-Verbrauch vermeiden.
Bei Geräten mit Uhr oder gespeicherten Einstellungen kann das vollständige Trennen vom Stromnetz einen Nachteil haben: Je nach Modell müssen beispielsweise Uhrzeit oder andere Einstellungen anschließend neu eingestellt werden.
Steckdosenleisten als Master-Slave-System
Bei einer Master-Slave-Steckdosenleiste steuert ein Gerät weitere angeschlossene Geräte. Wird zum Beispiel der Computer als Master eingeschaltet, werden auch Monitor oder Drucker mit Strom versorgt. Das ist im Homeoffice sehr praktisch.
Verbrauchswerte im Überblick

Der Eigenverbrauch hängt von der Ausstattung und vom jeweiligen Modell ab. Wer es genau wissen möchte, sollte nachmessen.
- Einfache Steckdosenleisten: ohne elektronische Zusatzfunktionen kein eigener Stromverbrauch.
- Steckdosenleisten mit LED-Anzeige: Diese können einen geringen Stromverbrauch haben.
- Steckdosenleisten mit USB-Ladefunktion: Die integrierte Ladeelektronik kann auch Strom benötigen, wenn gerade kein Gerät geladen wird.
- Master-Slave-Steckdosenleisten: Die automatische Steuerung kann selbst Strom benötigen.
So lässt sich der Stromverbrauch selbst messen
Mit einem Strommessgerät
Ein Strommessgerät ist die genaueste Methode, um den Stromverbrauch einer Steckdosenleiste zu messen. Dazu wird das Messgerät zwischen Steckdose und Steckdosenleiste angeschlossen und der Verbrauch abgelesen. Bei uns im Servicetreff Spittelau kann man sich übrigens ein Messgerät ausleihen.
Ohne Messgerät: Verbrauch berechnen
Auch ohne Messgerät kann der Verbrauch berechnet werden. Dafür braucht man die Leistung in Watt und die Betriebsdauer:
Watt × Betriebsstunden ÷ 1.000 = Verbrauch in kWh
Praktische Tipps für weniger Stromverbrauch im Alltag
- Smarte Steckdosenleisten: Mit Funktionen wie einer Zeitsteuerung können angeschlossene Geräte gezielt ein- und ausgeschaltet werden.
- Geräte komplett ausschalten: Wenn möglich, Standby-Modus vermeiden.
- Energieeffiziente Geräte verwenden: Beim Neukauf sollte die Energieeffizienzklasse berücksichtigt werden.
Wie viele Geräte kann ich an eine Steckdosenleiste anstecken?

Entscheidend ist nicht die Anzahl der Geräte, sondern ihre gemeinsame Leistung. Die maximale Belastungsgrenze der Steckdosenleiste darf nicht überschritten werden. Sie ist in der Regel auf der Leiste angegeben.
Beim Kauf sollte unbedingt auf gute Qualität geachtet werden. Mehr Steckplätze bedeuten also nicht automatisch mehr verfügbare Leistung. Mehrere Steckdosenleisten sollten außerdem nicht hintereinander gesteckt werden.
Mehrere leistungsstarke Geräte wie Heizlüfter, Mikrowellen oder Wasserkocher sollten daher nicht gleichzeitig an einer Steckdosenleiste angeschlossen und eingeschaltet werden. Diese Geräte sollten idealerweise direkt an eine Wandsteckdose angeschlossen werden.
Steckdosenleisten mit integriertem Überspannungsschutz schützen die angeschlossenen Geräte vor Spannungsspitzen.
Fazit
Steckdosenleisten sind praktische Helfer im Haushalt. Während einfache Modelle ohne elektronische Zusatzfunktionen selbst keinen Strom verbrauchen, können Steckdosenleisten mit Zusatzfunktionen einen Eigenverbrauch haben.
Mit einer schaltbaren Steckdosenleiste lässt sich der Standby-Verbrauch angeschlossener Geräte vermeiden. Zudem sollte man beim Kauf auf die maximale Belastungsgrenze achten und leistungsstarke Geräte direkt an die Wandsteckdose anschließen. So lässt sich nicht nur Energie sparen, sondern auch die Sicherheit im Haushalt erhöhen.


