Abkühlung in Wien – 10 Orte für heiße Tage
Summer Paradise – aber es ist so heiß! Wer jemals einen Sommer in Wien verbracht hat, weiß, dass die Stadt schnell zum Hitze-Hotspot werden kann. Dann bleibt nur eins: Der Hitze entfliehen.
Die einen finden die Sommerhitze super, die anderen sehnen im Juli und August den Winter herbei. Für alle, die nicht wissen, wie sie in Wien der Hitze zumindest ein bisschen entfliehen können, haben wir uns etwas überlegt. Wir haben unter dem Motto „Vienna Cooling“ unsere Abkühl-Tipps für Wien zusammengestellt.
1. Der Hitze im Wasser entkommen
Was tun in Wien bei Hitze? Die wohl beliebteste Art der Abkühlung ist und bleibt das kühle Nass.
Watersports Arena


Lust auf Kajak fahren und Wildwasser Rafting – und das sogar in Wien? Das ist möglich in der Vienna Watersports Arena im 22. Bezirk, mitten auf der Donauinsel.
Dort kann man sich nicht nur abkühlen, sondern auch gleich einen kleinen Adrenalin-Kick holen. Ob beim Raften in der Wildwasseranlage, beim Kajakfahren auf der Neuen Donau, in der Watersports Arena kommen alle auf ihre Kosten. Wir haben auch ein paar Tipps fürs Kajak fahren zusammengestellt.
Gut zu wissen: Die Vienna Watersports Arena spielt eine wichtige Rolle fürs Wiener Stromnetz. Sobald es zu einem Überfluss an Strom kommt, wird dieser von der Wildwasseranlage aufgenommen und verwertet, so trägt die Anlage zu einer Stabilisierung des Stromnetzes bei.
Alte Donau & Neue Donau
Nein, das Wasser in der Alten Donau ist natürlich nicht alt, sondern nur erfrischend kalt. Ob Tretboot fahren, schwimmen oder flanieren – hier lässt es sich gut aushalten. Die Alte Donau bietet zahlreiche Möglichkeiten, um die eigenen Batterien aufzuladen. Und damit nicht genug! Wer hat gewusst, dass die U1-Station Alte Donau die einzige U-Bahn-Station ist, die in Spitzenstunden mehr Sonnenstrom produziert als sie verbraucht?
Seit dem Frühjahr 2022 sammelt das Sonnendach der U1-Station Ökostrom, und nicht gerade wenig. Mit 120 Kilowatt Peak versorgt sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihre U1 Nachbarstationen mit Sonnenstrom. Bis 2025 werden zumindest 20 Solarkraftwerke auf 70.000 Quadratmeter Öffi-Dächer errichtet.
Wem die Alte Donau nicht kalt genug ist, sollte lieber der Neuen Donau einen Besuch abstatten. Die ist nämlich noch einige Grade kühler und erfrischender. Auch hier gibt's genug Action: Bei der Sportinsel findet man Beachvolleyball- und Padelplätze. Außerdem eignet sich die Neue Donau super fürs Stand-Up-Paddeln!
Donaustadtbrücke: Wakeboard-Lift
Nur drei Gehminuten von der U2-Station Donaustadtbrücke entfernt befindet sich die Wehranlage 1 auf der Donauinsel. Hier können Wiener*innen spazieren, flanieren, schwimmen oder sich von Wakeboardlift übers Wasser ziehen lassen. Es werden Kurse für Anfänger*innen angeboten. Fortgeschrittene und Sportskanonen können sich aber auch einfach eine Benutzerkarte kaufen und sich selbstständig auf das Brett schnallen. Im Anschluss kann man sich noch im dazugehörigen Restaurant für die verbrannten Kalorien belohnen.
Was nur die Wenigsten wissen: in dieser perfekten Idylle produziert unsere Wasserkraftschnecke Strom. Die Schnecke ist ein Gemeinschaftsprojekt von Wien Energie und der MA 45 für Wiener Gewässer. Seit 2016 nutzt sie den konstanten Wasserspiegel und einen Höhenunterschied von ungefähr vier Metern für die Erzeugung von Ökostrom. Mehr über die Wasserkraftschnecke gibt's im Interview.
Wiener Bäder

Schwimmen ist, wie schon festgestellt, wohl die beste Methode, um sich abzukühlen. Wer nicht so gern in Naturgewässern wie dem Strandbad Gänsehäufel ist, kann in eins der zahlreichen Wiener Freibäder.
Die Bäder sind voll ausgestattet für einen langen Tag in der Sonne. Neben sanitären Anlagen gibt es gastronomische Angebote für den großen und kleinen Hunger. Nicht zuletzt kommen auch Kinder und Sportskanonen mit Spielplätzen und Volleyballfeldern auf ihre Kosten.
2. Eissalon

Und für den vielen (Wasser)Sport belohnen möchte, kann das mit einem köstlichen Eis tun. Denn was gibt's besseres, als Eismarillenknödel an einem heißen Sommertag? Die kann man sich beim Eissalon Tichy im 10. Bezirk holen. Von den klassischen Eissorten über ausgefallene Eisbecher bis hin zu den berühmten Eismarillenknödeln – dort gibt’s alles, was das Eisliebhaber*innen-Herz begehrt.
Aber keine Sorge: gutes, kühlendes Eis gibt's nicht nur im Kult-Eissalon - Wien ist zum Glück voller guter Eisdielen. Ob traditionelles italienisches Gelato, neue kreative Sorten beim veganen Eisgeschäft des Vertrauens oder einfach den 1 Liter-Becher aus dem Supermarkt. Eine kleine Abkühling zum Schlecken findet man in Wien an jeder Ecke.
3. Kirchen

Die dicken Wände halten die Hitze draußen, so bleibt es drinnen schön kühl. Wie wäre es mal mit einer Tour durch die Kirchen Wiens? Da würden sich zum Beispiel die Votivkirche, Karlskirche, Mexikokirche, Altlerchenfelderkirche oder die Augustinerkirche im Ersten Bezirk anbieten.
Im Stephansdom hat es übrigens immer eine angenehme Temperatur. Wer auf Geschichte und Grusel steht, kann zusätzlich einen Ausflug in die Katakomben unter ebendiesem machen. Das ist zwar nichts für Leute mit schwachen Nerven, aber allemal einen Blick wert.
4. Schattige Parks und "coole Straßen"
Schattige Plätze in Parks
Zahlreiche Grünflächen und Parks machen Wien nicht umsonst zur lebenswertesten Stadt der Welt. Dort kann man sich entspannt hinlegen und am Teint arbeiten. Unter den Bäumen lassen sich schattige Plätzchen finden, wo man der Hitze, zumindest ein bisschen, entkommen kann.
Unser Tipp für Kulturfans: Das Theater im Park bietet unterschiedlichste Veranstaltungen an der freien Luft im Schlosspark Belvedere an. Von Theater- über Kabarett- bis hin zu Kinderprogrammen ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Kühle Pause in den "coolen Straßen" von Wien
Gerade für die Kleinsten kann die Sommerhitze anstrengend sein. Die Stadt Wien hat deswegen mittlerweile Wasserspielplätze angelegt, darüber hinaus gibt es Sprühnebelanlagen und mobile Brunnen. Das Angebot wird jährlich erweitert. Wo sich der näheste kühlende Ort befindet, verrät die App „Cooles Wien". Mittlerweile gibt es auch über 1.300 Trinkbrunnen in Wien.
5. Wiener Linien


Drei Viertel aller Öffi-Fahrten sind bereits klimatisiert!
Schwitzen wird in öffentlichen Verkehrsmitteln somit immer seltener. Die Wiener Linien kaufen seit Jahren nur mehr klimatisierte Fahrzeuge, um die Fahrt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Busse sind sogar schon zu 100 Prozent klimatisiert. Eine Fahrt mit der 1er-Bim über den Ring oder mit der komplett klimatisierten U6 zur Spittelau kann abkühlen und erfrischen. Zwei Geheimtipps, wie man klimatisierte Fahrzeuge erkennt, gibt's im Bild oben.
6. Ins Shopping Center gehen
Let’s go to the mall! Einen coolen Shopping-Tag kann man in der Shopping City Süd verbringen. Hier sorgt unsere Fernkälte auch an Hitzetagen für ein angenehmes Klima. Und das tut nicht nur den Besucher*innen gut, sondern auch der Umwelt.
Tipp: Zusätzlich werden immer wieder Veranstaltungen oder Aktionen angekündigt, am besten einfach nachlesen, bevor man sich in die Badner Bahn setzt.
7. Tierische Abkühlungen
Polarium im Tiergarten Schönbrunn



Wer ist denn bitte nicht gerne im Tiergarten Schönbrunn und schaut die süßen Tiere an?
Im Polarium kann man sich zusätzlich noch ein bisschen abkühlen und den Pinguinen oder Robben beim Schwimmen oder Fischefüttern zuschauen. Egal ob alt oder jung, im Tierpark Schönbrunn amüsiert sich jede*r – absolut einen Ausflug wert!
Und wenn es dann wieder kälter wird, muss man dort auch nicht frieren. Denn der Tiergarten Schönbrunn wird von uns mit Fernwärme beliefert.
Haus des Meeres
Wenn wir schon bei süßen Tieren sind – das Haus des Meeres steht da dem Tierpark Schönbrunn um nichts nach.
Quallen, Äffchen, Leguane, Fische und viele andere Tiere warten auf euch! Zum Beispiel süße Koi-Karpfen. Die darf man im Haus des Meeres sogar hautnah erleben. Man kann die Hände ins kühle Nass des Koi-Karpfen-Beckens stecken und eine Abkühlung plus Gratis-Maniküre à la poisson genießen.
Übrigens: Auf der Dachterrasse kann man einen wahnsinnig schönen Panoramablick über Wien genießen. Im Sommer spendet dort unser riesiges Solardach auch noch Schatten. So kühlen wir Besucher*innen ab und erzeugen gleichzeitig umweltfreundlichen Sonnenstrom!
8. Strandbar am Donaukanal
Der Donaukanal ist nicht ohne Grund ein Lieblingsort der Wiener*innen.
Egal ob man gemütlich ein Bier am Ufer trinkt oder sich in den dort angesiedelten Bars trifft, der Donaukanal ist ein Highlight Wiens und abends auch relativ kühl. In den Bars kommt bei einem Cocktail im Sand richtiges Urlaubsgefühl auf – und das mitten im Herzen Wiens!
9. Indoor-Abkühlung mit Kunst und Kultur

Wer an heißen Sommertagen keine Lust auf eine Abkühlung im kühlen Nass hat, der kann sich auch im Inneren abkühlen – zum Beispiel in einem der zahlreichen Museen in Wien.
Bestattungsmuseum
Kühle Luft reicht nicht? Es soll einem gleich ein kalter Schauer über den Rücken laufen? Dann legen wir dir das großartige Bestattungsmuseum ans Herz. „Der Tod ist unvermeidlich – also feiern wir ihn“ wäre das Motto für den etwas anderen Ausflug, um vor der Sonne Schutz zu suchen. Wem das dann aber doch zu gruslig ist, der kann sich in anderen Museen in einem angenehmen Ambiente kulturell weiterbilden.
Museum für Angewandte Kunst (MAK) & Kunstforum
Im MAK und im Kunstforum lässt es sich bei hohen Temperaturen besonders gut aushalten. Warum? Beide Museen sind an unser Fernkältenetz angeschlossen und werden mit Fernkälte gekühlt. Das ist nicht nur für die Besucher*innen angenehm, sondern auch für die Umwelt. Weil Fernkälte im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen bis zu 70 Prozent weniger Energie verbraucht.
Weitere kühle Plätze
Das Village Cinema im 3. Bezirk, die Oper und das Künstlerhaus werden ebenfalls mit Fernkälte versorgt. Hier bewahrt man einen kühlen Kopf und genießt zeitgleich herausragende Kunst und Kultur.
10. Bibliotheken: Abtauchen zwischen Büchern
Zwischen Bücherregalen und Lesesälen lässt sich auch an heißen Tagen ein kühler Kopf bewahren. Besonders die Österreichische Nationalbibliothek und viele Büchereien der Stadt Wien bieten klimatisierte oder gut temperierte Räume. In denen kann man entspannen, lesen oder einfach eine Pause von der Sonne einlegen.
Ein Pluspunkt: Der Eintritt ist meist kostenlos und viele Standorte sind bequem mit den Öffis erreichbar.


