Gas-Lieferstopp durch die Ukraine: Die Versorgung ist gesichert
Der Gas-Lieferstopp durch die Ukraine hat keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit. Wien Energie hat sich vorbereitet und die Gasspeicher sind gut gefüllt. Die Preise bleiben stabil dank diversifizierter Gasquellen und strategischer Planung.
Die aktuelle Lage
Seit dem 1. Januar 2025 fließt kein Gas mehr durch die Ukraine nach Österreich. Wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, wurde der Transitvertrag zwischen Russland und der Ukraine nicht verlängert.
So sichern wir die Versorgung
Wien Energie hat die Energieversorgung auch ohne russisches Gas sichergestellt. Durch gezielte Investitionen und eine umfassende Strategie versorgen wir unsere Kund*innen und unsere Kraftwerke 2025 komplett mit Gas aus dezidiert nicht-russischer Herkunft.
Gefüllte Gasspeicher
Die Speicher sind ausreichend befüllt, um die Heizsaison 2025 abzudecken. Damit bleibt die Versorgung auch bei höherem Energiebedarf stabil.
Strategische Planung
Wien Energie hat frühzeitig auf die Diversifizierung der Gasversorgung gesetzt. Bereits 2024 wurden alle notwendigen Verträge abgeschlossen, um den Bedarf für Kund*innen und Kraftwerke zu sichern.
Diversifizierung der Gasquellen
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 wurde Gas aus alternativen Quellen wie der Nordsee, Norwegen und Nordafrika beschafft. Die für 2025 abgeschlossenen Lieferverträge garantieren, dass das gesamte Gas aus nicht-russischen Förderquellen stammt. Die Mehrkosten für diese Herkunftszertifikate werden nicht an die Kund*innen weitergegeben.
Stabile Preise für Kund*innen
Wien Energie-Kund*innen können sich darauf verlassen, dass wir sie sicher und leistbar mit Strom und Wärme versorgen. Die absolute Mehrheit unserer Kund*innen hat Tarife mit Preisgarantie für 12 Monate. Dadurch sind sie vor kurzfristigen Marktschwankungen geschützt. Die Preise bleiben also stabil, unabhängig von den Entwicklungen am Energiemarkt.
Eine Ausnahme stellen Float-Tarife dar. Hier sinken oder steigen die Preise monatlich mit den Großhandelspreisen. Die Kund*innen profitieren dabei von Phasen niedrigerer Preise, tragen aber auch das Risiko, dass die Preise jederzeit steigen können.
Kund*innen mit sogenannten Floatern sollten die Marktentwicklungen genau beobachten und gegebenenfalls in einen Tarif mit Preisgarantie zu wechseln.
Wo bezieht Wien Energie Erdgas?
Wien Energie hatte auch in der Vergangenheit keine direkten Lieferverträge mit Russland. Wir beziehen die benötigten Gasmengen üblicherweise am österreichischen Markt und handeln in Österreich, Deutschland und den Niederlanden die entsprechenden Mengen von Gas.
Bereits seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 beziehen wir zunehmend Gas aus dezidiert nicht-russischen Quellen. Für den vergangenen Winter wurden 30 Prozent des Bedarfs für die Fernwärme aus Norwegen beschafft. Für das Jahr 2025 wurde der gesamte Jahresbedarf aus dezidiert nicht-russischen Förderquellen beschafft, vorrangig aus der Nordsee.
Der Weg in die Zukunft: Raus aus Gas
Obwohl die Gasversorgung gesichert ist, bleibt der vollständige Ausstieg aus fossilem Gas unser erklärtes Ziel. Wir wollen bis 2040 klimaneutral sein und setzen deshalb auf den Ausbau erneuerbarer Energien und alternativer Wärmequellen wie Tiefengeothermie, Abwärme und grünes Gas.


