1971
Eröffnung des Fernheizwerkes und der Müllverbrennungsanlage Spittelau - hier wird nicht nur Müll verbrannt!
Fertiggestellt wurden der Bau des Spittelauer Fernheizwerkes und auch des Bürogebäudes im Jahr 1971. Es galt nun die Büros zu besiedeln und das Kraftwerk in Betrieb zu nehmen. Neben der „normalen“ Müllverbrennung (verbrannt wurde Hausmüll, Grob-, Sperr- und Spitalsmüll sowie Altöl und Abfallöle) wurde auch die Müllverbrennung unter Aufsicht angeboten. Diese nutzten vor allem Banken, die Post oder auch der Zoll, wenn es darum ging sensible Dokumente (oder etwa auch abnutzungsbedingt aus dem Verkehr gezogene Banknoten, Falschgeld bzw. Fehldrucke von Banknoten) zu vernichten. Das nicht alles in den Müllkessel gekippt werden konnte, zeigte sich, als man eine Ladung Kaugummi verbrennen sollte: Die Folge war, dass der Heizkessel verklebte und man einen ganzen Tag dafür verwenden musste, um ihn zu reinigen. Einen ersten Meilenstein erreichte man am 14. April 1977. An diesem Datum wurde die millionste Tonne Müll verbrannt.
Heute ist die Abfallverwertungsanlage Spittelau nach wie vor auf höchstem technischem Stand. Der Standort verfügt über eine der weltweit modernsten Rauchgasreinigungen und verwertet Abfall auf höchstem Umweltniveau. In der Spittelau wurde zudem weltweit erstmals bei einer thermischen Abfallbehandlungsanlage eine Rauchgasentstickungsanlage eingebaut. Durch diese Maßnahmen arbeitet die Anlage besonders umweltfreundlich: Wien Energie unterschreitet die gesetzlichen Grenzwerte in den Abfallverwertungsanlagen im Jahresschnitt um 90 Prozent.


