1939

Der zweite Weltkrieg stellte einen Rückschritt für die Elektrizität dar

Menschen untersuchen das eingestürzte Pumpenhaus nach dem Bombenangriff im Jahr 1944.
Zerstoerung Gaswerk Leopoldau Weltkrieg1944
Aufruf der Wiener Gaswerke, Gas zu sparen. Flyer Gas sparen
Bombenschaden Kraftwerk Engerthstraße 17.11.1944
Menschen untersuchen das eingestürzte Pumpenhaus nach dem Bombenangriff im Jahr 1944.
Zerstoerung Gaswerk Leopoldau Weltkrieg1944
Aufruf der Wiener Gaswerke, Gas zu sparen. Flyer Gas sparen
Bombenschaden Kraftwerk Engerthstraße 17.11.1944
Menschen untersuchen das eingestürzte Pumpenhaus nach dem Bombenangriff im Jahr 1944.
Zerstoerung Gaswerk Leopoldau Weltkrieg1944
Aufruf der Wiener Gaswerke, Gas zu sparen. Flyer Gas sparen
Bombenschaden Kraftwerk Engerthstraße 17.11.1944

Auch der zweite Weltkrieg von 1939 bis 1945 stellte einen Rückschritt für die Elektrizität dar. Das Gaswerk Leopoldau als auch die Anlage in Simmering wurden durch gezielte Luftangriffe beschädigt. Bei einem Bombenabwurf 1944 wurde unter anderem das Gaswerk Leopoldau getroffen, dessen Gasbehälter I vollständig ausbrannte.

Auch das Direktionsgebäude in der Josefstädter Straße wurde teilweise zerstört. Der schwerste Schaden war aber ein erneutes Bombardement der Leopoldau, bei dem drei Mitarbeiter*innen den Tod fanden. Trotz des massiven Schadens konnte kurz darauf bereits wieder Gas in das Gasnetz eingespeist werden. Auch die 500-mm-Rohrleitung, die für das Erdgas errichtet wurde, konnte selbiges weiterhin in das Gaswerk Simmering zur Weiterverarbeitung liefern. Für alle Opfer des Nationalsozialismus wurde an den beiden Gaswerken je ein Mahnmal errichtet.

Wiederaufbau

Neben den Schäden an den Kraftwerken war auch das Gasverteilungsnetz in Mitleidenschaft gezogen worden, welches über 2000 Schäden im Stadtgebiet aufwies. Die Gestaltung von Räumen und Orten mithilfe von Licht war im Rahmen des Wiederaufbaus von großer Bedeutung und sollte gewissermaßen die Rückkehr zur „Normalität“ symbolisieren.

Neuerliche starke Personalverluste führen zum Einsatz von Frauen und zur Heranziehung von Zwangsarbeitern. Die meisten Frauen wurden als „Gelderheber“, also Gaskassiere, eingesetzt. Viele Andere arbeiteten auch als „Gasmesserwärter“, womit die Wartung von Gasmessern gemeint ist. Von großer Bedeutung waren die Gassperren, die vor allem mit Kriegsbeginn eingesetzt wurden. 

Anstieg des Verbrauchs

Die Bevölkerung wurde durch Tipps der Wiener Gaswerke aufgefordert, sparsam mit Gas umzugehen. Trotz des Sparkurses stieg, wie auch der Verbrauch der Elektrizität, die Gasabgabe kriegsbedingt weiter an. So wurden etwa aus Ermangelung von Benzin einige Linienbusse der öffentlichen Verkehrsmittel in Wien auf Stadtgas umgestellt, auch die Lastkraftwagen der Wehrmacht wurden teilweise mit Gas betrieben.

Schäden an Elektrizität im 2. Weltkrieg » 1939 | Wien Energie