2025

Fernkältezentrale mit innovativem Eisspeicher in Betrieb

Große Industriemaschine mit blauer Beleuchtung, umgeben von schwarzen Rohren in einem Betonraum - Teil einer Fernkältezentrale mit Eisspeicher-System.

Wien Energie hat am MedUni Campus Mariannengasse seine achte große Fernkältezentrale eröffnet – ein wichtiger Schritt für klimafreundliche Kühlung in Wien. Erstmals kommt dabei ein innovativer Eisspeicher zum Einsatz, der gemeinsam mit der Nutzung von Abwärme für besonders ressourcenschonende Kühlung sorgt.

Karte von Wien mit Darstellung des Fernwärmeausbaus, der wichtigsten Gebäude und der vorgeschlagenen Netzinfrastrukturtrassen, einschließlich der Anschlüsse an das Fernkältenetz Wien.

Die neue Zentrale verbindet den Fernkältering rund um die Innenstadt mit dem AKH und der Anlage in Spittelau. Mit den immer heißeren Sommern steigt der Bedarf an nachhaltiger Kühlung – daher investiert Wien Energie bis 2030 rund 90 Millionen Euro in den Ausbau. Der wichtigste Abnehmer wird der neue MedUni Campus selbst sein, der dort entsteht und künftig über Fernkälte auch geheizt werden kann. Im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen spart die Anlage jährlich 1.000 Tonnen CO₂, das entspricht der Bindekraft von 80.000 Bäumen.

Der zehn Meter lange Eisspeicher puffert Verbrauchsspitzen ab: In verbrauchsarmen Zeiten wird Eis erzeugt, das tagsüber Kälte abgibt. Dadurch können die Kältemaschinen gleichmäßiger und effizienter arbeiten. Im Endausbau kommen drei mit Ökostrom betriebene Kältemaschinen, eine Wärmepumpe sowie eine Absorptionskältemaschine zum Einsatz.

Fernkälte reduziert CO₂-Emissionen um rund 50 Prozent und verursacht keine Hitzeinseln – ein klarer Vorteil gegenüber herkömmlichen Klimageräten. Wien Energie versorgt damit bereits zahlreiche öffentliche Gebäude, Betriebe und Kultureinrichtungen.

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