1865
Die Gesellschaft wird mobil - Pferdetramway wird öffentliches Verkehrsmittel
Die erste Pferdestraßenbahn ging 1823 auf einer Probestrecke nahe dem Praterstern in Betrieb, konnte sich aber vorerst nicht durchsetzen. Auch das Colosseum, ein Vergnügungsetablissement in der Nähe des Nordwestbahnhofs, betrieb zwischen 1840 und 1842 eine Pferdestraßenbahn für ihre Kund*innen, welche aufgrund des mäßigen Gewinnes jedoch rasch eingestellt wurde.
Es dauerte noch 42 Jahre, bis schließlich die erste Linie der Wiener Pferdetramway eröffnet wurde. Durch die 1865 eröffnete erste Pferdetramway wurde die Gesellschaft mobiler. Sie ermöglichte den Verkehr zwischen der inneren Stadt und den außerhalb gelegenen Gebieten. Die Pferdetramway verkehrte auf der Linie zwischen dem Schottentor und Dornbach und deckte damit ein größeres Gebiet ab.
Erste dampfbetriebene Tramwaylinie für Wien
1883 wurde dann die erste dampfbetriebene Tramwaylinie befahren, diese fuhr von Hietzing nach Perchtoldsdorf. Die dampfbetriebene Tramway war ein weiterer Schritt in Richtung Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel.
Einen entscheidenden Beitrag zur Elektrifizierung leistete Werner von Siemens, der 1866 den ersten Dynamo entwickelte. Siemens beschäftigte sich hauptsächlich mit Telegraphen und war daran interessiert, seine Telegraphenlinien durch eine Erhöhung der Spannung auszubauen. Mit der von ihm dafür entwickelten Dynamomaschine lieferte er nun jedoch auch die Möglichkeit, Spannungen über größere Distanzen für Licht und Kraft zu übertragen. Der Grundstein für die Elektrifizierung von ganzen Städten war somit gelegt und löste rasch zahlreiche weitere Entwicklungen aus.



