Beratungsstelle Energiearmut
Immer mehr Menschen sind durch die Teuerung der letzten Jahre bei Strom- und Wärmepreisen von Energiearmut betroffen. Die Beratungsstelle Energiearmut von Wien Energie bietet diesen Menschen Unterstützung an.

Unser Projekt in Zahlen
Das Leitmotiv der 2011 gegründeten Servicestelle der Wien Energie ist es, nachhaltig die Energieversorgung aller zu sichern. Die oft als Ombudsstelle publizierte Abteilung stellt die Anlaufstelle für Sozialeinrichtungen und Menschen dar, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, deshalb ihre Energierechnungen nicht bezahlen können und mit der Abschaltung der Energieversorgung konfrontiert sind.
50.000
Kund*innen konnte seit der Einführung der Beratungsstelle Energiearmut geholfen werden
100
Haushaltsbesuche wurden 2024 von Sozialarbeiter*innen der Wien Energie durchgeführt
80
Energiesprechtage wurden 2024 angeboten
Unser Projekt im Detail
Die Beratungsstelle Energiearmut ist eine Erweiterung der bestehenden Kundenbetreuung und damit eine eigene Betreuungseinheit mit dem Fokus auf “soziale Härtefälle”. Sie stellt die Vertretung der Interessen dieser Kund*innengruppe im Unternehmen dar, mit dem Ziel, diesen Menschen eine Stimme zu geben und mit ihnen einen Weg zu einer sicheren Energieversorgung zu erarbeiten. Dabei werden verschiedene Vorgangsweisen gewählt, so beispielsweise das Erarbeiten von individuellen Lösungen gemeinsam mit den Betroffenen und involvierten Sozialeinrichtungen, die Beratung über soziale Ansprüche, Beratungseinrichtungen und Energieberatung allgemein sowie Hausbesuche im Einzelfall und bei Bedarf.
Position von Wien Energie zu Energiearmut
Zentral für die gesellschaftliche Verantwortung der Wien Energie sind die Services und Dienstleistungen für die Kund*innen. Bei diesen spielt ein niederschwelliger Zugang eine wichtige Rolle, um damit auch den Schwächsten der Gesellschaft Zugang zu verschaffen. Die Wien Energie Beratungsstelle Energiearmut trägt aktiv dazu bei, die Energieversorgung von “sozialen Härtefällen” sicherzustellen.
Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass ein hoher Energieverbrauch in armutsbetroffenen Haushalten nicht die Folge von verschwenderischem Verhalten, sondern vielmehr von strukturellen Bedingungen, wie wenig energieeffizienten Gebäuden oder veralteten Heizungen und Wasseraufbereitungsanlagen ist. Die Höhe des Energieverbrauchs, die Möglichkeit der finanziellen Deckung und somit Energiearmut gründen sich demnach aus einer Reihe von Faktoren und basieren nicht rein auf den Energiepreisen. Der Energieversorger steht damit im Spannungsfeld zwischen sozialem Verständnis, Betriebswirtschaft und freiem Markt.
Was ist daher entscheidend bei der Bekämpfung von Energiearmut? Eine klare Kommunikation und zielgerichtete Lösungen. Mit der Beratungsstelle Energiearmut hat Wien Energie eine spezialisierte Betreuungseinheit geschaffen, die sich um Menschen in schwierigen Lebenssituationen kümmert. Diese Menschen, die oft durch Krankheit, Verschuldung, drohende Delogierung oder andere Krisen belastet sind, werden in enger Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen wie z.B. der Caritas, Volkshilfe oder Schuldnerberatungen unterstützt. Der Ansatz zur Bekämpfung der Energiearmut basiert dabei auf einer ganzheitlichen Betrachtung der jeweiligen Situation. Energiearmut ist oft auf strukturellen Problemen wie schlecht isolierte Wohnungen oder veraltete Heizsystemen zurückzuführen und nicht auf verschwenderisches Verhalten. Deshalb werden gezielte Hilfsmaßnahmen, wie die Beratung über Förderungen, die Vermittlung an soziale Dienste und Energieberatungen geboten, um den Verbrauch langfristig zu senken.
Weitere innovative Projekte
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Fernwärmeausbau-Pioniergebiete
In vier Pioniergebieten legen wir mit dem forcierten Fernwärmeausbau los und sammeln wichtige Erfahrungen für „Raus aus Gas“ in Wien