Wien Energie hat derzeit 23 Kältestandorte in Betrieb, davon sieben Fernkältezentralen mit Fernkältenetz und 16 dezentrale Kältelösungen direkt bei Kund*innen. Die achte Fernkältezentrale wird zurzeit im MedUni Campus Mariannengasse errichtet. Durch diese können künftig weitere 350.000 m² Fläche mit umweltfreundlicher Kühlung versorgt werden. Fertiggestellt wurde das Projekt 2025.
Zu den Kund*innen zählen zahlreiche öffentliche Gebäude wie das Allgemeine Krankenhaus Wien, das Rathaus und die Universität Wien, Büro- und Gewerbestandorte wie der Austria Campus oder Meinl am Graben, zahlreiche Hotels sowie mehrere hundert Privatwohnungen. Der Zuwachs an Fernkälte-Kund*innen beträgt jedes Jahr 10 bis 15 Prozent.
Seit 2020 ist die Fernkältezentrale Stubenring in der Alten Post in Betrieb, und kühlt mit Hilfe des Donaukanals und Kältemaschinen mit einer Gesamtleistung von 15 Megawatt Gebäude mit einer Fläche von etwa 300.000 Quadratmetern. Die Alte Post mit Büros, Co-Working und Fitness war der erste Kunde der neuen Zentrale. Es folgten das benachbarte Universitätsarchiv, das Museum für angewandte Kunst (MAK), sowie Hotels, wie z.B. das Hotel Sacher.
2024, ein Jahr früher als geplant, konnte der „Fernkältering“ unterhalb der Wiener Ringstraße geschlossen werden. Der Zusammenschluss der Fernkältezentralen am Schottenring und am Stubenring über ein 4,7 Kilometer langes Leitungsnetz hat neben Versorgungssicherheit den Vorteil, dass sehr effizient, also energiesparend gekühlt werden kann.
Zusätzlich wurde im Sommer 2024 eine der 7 Fernkältezentralen, jene am Hauptbahnhof, erweitert. Mit einer Kühlleistung von 26 MW werden der Bahnhof selbst sowie Hotels und auch Wohnungen in der nähe mit grüner Kälte versorgt. Diese Anlage sorgt nicht nur für kühle Köpfe, sondern spendet auch Wärme. Durch die Installation eines Wärmetauschers wird die entstehende Abwärme genutzt, wodurch 2.500 Haushalte mit Wärme und Warmwasser versorgt werden können.