Windradteile des Windparks Trumau: Materialien & Herkunft
Ein Windrad besteht aus vielen verschiedenen Teilen, die alle eher groß und schwer sind. Wir haben für dich zusammengefasst, wo diese herkommen und wie sie transportiert werden.
Bereits im Jahr 1996 haben wir das erste Windrad Wiens auf der Donauinsel errichtet. Der Ausbau der erneuerbaren Energien, auch der Windenergie, stellt einen wesentlichen Hebel für die Energiewende dar. Deshalb investieren wir in den nächsten Jahren in den Ausbau von Windprojekten. Aber wo kommen die einzelnen Teile für ein Windrad her und wie werden diese transportiert? Wir gehen dieser Frage am Beispiel unseres Windparks in Trumau, der Anfang 2023 ans Netz ging, auf den Grund.
Aus welchen Materialien besteht ein Windrad?
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Windräder müssen sehr robust sein, daher wird auf bewährte Materialien wie Beton und Stahl zurückgegriffen. Die Rotor-Blätter bestehen aus GFK, Glasfaser-Kunststoff. Die energetische Amortisationszeit für die Herstellung dieser Materialien beträgt, abhängig vom Anlagentyp, zwischen sechs Monaten und einem Jahr. Das Windrad muss sich also ein halbes bis ein Jahr drehen, um die bei der Herstellung der Materialien verbrauchte Energie wiederzugewinnen.
Aus welchen Einzelteilen besteht ein Windrad und wie wird dieses gebaut?
Beim Bau eines Windrads gibt es einiges zu beachten. Das Windrad besteht aus zehn Großkomponenten, die per Sondertransport an die Baustelle geliefert werden. Diese Großkomponenten bestehen aus vier Turm-Teilen, die aus Stahl bestehen, einer Gondel, einer Nabe, drei Rotorblättern und dem Anlagen-Strang. Diese Teile werden auf das bereits vorgefertigte Fundament draufgesetzt und in bis zu einer Woche aufgestellt. Die Herausforderung bei den Anlagen, die gegenwärtig genehmigt und gebaut werden, liegt darin, dass sie sehr groß sind. Die Rotorblätter betragen bis zu 80 Meter Länge und müssen transportiert werden. Hierfür gibt es vor allem im Gebirge und in Ortschaften Selbstfahr-Lafetten, auf die das rote Blatt draufgeschraubt wird, um die Radien und die Straßenverhältnisse gut auszunutzen.
Was für eine Lebensdauer hat ein Windrad?
Die durchschnittliche Lebensdauer eines modernen Windrads, bei richtiger Wartung, beträgt etwa 25 Jahre. Im Gebirge, wo sehr turbulente Winde sind, beträgt die Lebensdauer rund 20 Jahre. Nach den 25 Jahren muss die Anlage technisch überprüft werden und kann eine Genehmigung für weitere fünf Jahre erlangen. Manche Windräder werden auch am Ende ihrer Lebensdauer abgebaut und refurbed. Das heißt, sie werden generalüberholt und können sich dann an einem weiteren Standort weiterdrehen. Prinzipiell können alle Teile einer Windkraftanlage recycelt werden. Das beginnt beim Beton vom Fundament, über die Turmteile aus Stahl, bis hin zu den Rotorblättern, die teilweise wiederverwendet werden können.
Wo kommen die Teile des Windparks Trumau her?

Die einzelnen Teile des Windparks Trumau stammen alle aus Europa:
Blades
Taranto (Italien)
Hubs
Ringkoebing (Dänemark)
Maschinenhäuser
Ringkoebing (Dänemark)
Türme
Siag (Tschechien)







