Eisiger Taucheinsatz im Donaukanal: Wartungsarbeiten für die Fernkälte

Wenn mitten im eisigen Winter ein Taucher im Donaukanal abtaucht, dann nicht aus Abenteuerlust, sondern für wichtige Wartungsarbeiten am Einlaufbauwerk unserer Fernkältezentrale.
Aktualisiert am: 28.02.2025

Taucher macht unsere Fernkälte fit

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Warum steigt ein Taucher zur kältesten Zeit des heurigen Winters in den Donaukanal? Der Grund ist nicht etwa eine verlorene Wette, sondern die Reinigung unserer Einlaufbauwerke.

Nach dem Hochwasser im Herbst haben sich Schlamm und Sedimente angesammelt, die entfernt werden müssen. Nur so kann unsere umweltfreundliche Fernkälte auch im kommenden Sommer wieder für angenehm kühle Räume sorgen. 

Donaukanalwasser als Kühlquelle

Fernkälte sorgt für eine nachhaltige und effiziente Kühlung von Gebäuden. Dabei wird in geschlossenen Kreisläufen kaltes Wasser zu den Abnehmern gepumpt und kommt erwärmt von diesen zurück zur Kältezentrale. Die Wärmeenergie aus den gekühlten Räumen wird also abtransportiert. In der Fernkältezentrale muss das Wasser dann wieder gekühlt werden.

Unsere Fernkältezentralen in der Spittelau, am Schottenring und am Stubenring nutzen das Wasser des Donaukanals zur Rückkühlung. Besonders in den Wintermonaten, wenn die Wassertemperatur im niedrigen einstelligen Bereich liegt, reicht diese natürliche Kühlung oft aus, sodass Kältemaschinen nicht betrieben werden müssen.

Die Flusswasser-Entnahmestellen – sogenannte Einlaufbauwerke –dienen dazu, das Wasser in die Fernkältezentrale umzuleiten. Nach der Rückkühlung landet das etwas wärmere Wasser wieder zurück im Donaukanal. Das Donaukanalwasser wird während des ganzen Kreislaufs allerdings nicht direkt in das Fernkältenetz eingeleitet, der Temperaturtransfer erfolgt über Wärmetauscher.

Taucher sichert die Reinigungsarbeiten

Das Hochwasser im Herbst hat einiges an Material in den Donaukanal gespült – und damit auch in unsere Einlaufbauwerke. Damit die Wasserentnahme weiterhin reibungslos funktioniert, müssen sie gründlich gereinigt werden.

Mit speziellen Platten wird also das Einlaufbauwerk vom Donaukanal abgetrennt. Der Taucher sorgt dabei dafür, dass sie richtig sitzen und dicht abschließen. 

Danach kann das Wasser ausgepumpt und der angesammelte Schmutz entfernt werden. So stellen wir sicher, dass unsere Fernkälte-Anlagen auch weiterhin effizient arbeiten.

Fernkälte in Wien – Zahlen & Fakten

  • 5–6 Grad hat das Wasser, mit dem unsere Kund*innen versorgt werden.
  • 50 % weniger CO₂ als herkömmliche Klimaanlagen verbrauch die Kühlung mit Fernkälte.
  • 200 Gebäude kühlen wir bereits – darunter das Parlament, das AKH und das Naturhistorische Museum.
  • 30 km Fernkältenetz – und wir bauen weiter aus!

 

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