Strom sparen beim Bügeln: So lässt sich der Energieverbrauch senken

Beim Bügeln denkt kaum jemand an den Stromverbrauch – dabei steckt hier überraschend viel Sparpotenzial. Ein handelsübliches Dampfbügeleisen hat meist eine Leistung von 1.800 bis 2.800 Watt. Was viele nicht wissen: Ein großer Teil der Energie wird gar nicht fürs Bügeln selbst benötigt, sondern für den Dampf.
Aktualisiert am: 17.06.2026
Sorgfältig gefaltete Hemden, die neben einem aufrecht stehenden Bügeleisen auf einem Bügelbrett in einem gemütlichen Zimmer gestapelt sind.

Das Wichtigste in Kürze

Wer regelmäßig größere Wäschemengen bügelt, kommt schnell auf einen spürbaren Stromverbrauch. Beim Bügeln können pro Stunde rund 1 bis 2,5 Kilowattstunden anfallen – je nach Gerät und Nutzung. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich der Energieverbrauch reduzieren. Wer es genauer wissen möchte, kann den Stromverbrauch mit einem Strommessgerät direkt im Haushalt überprüfen.

  • Bügeln verbraucht mehr Strom als viele vermuten, vor allem mit Dampffunktion.
  • Weniger Dampf, die richtige Technik und gutes Equipment sparen Energie.
  • Schon beim Wäscheaufhängen beginnt effizientes Bügeln.

Tipp 1: Bügeln ohne Dampf

Nahaufnahme einer Person, die auf einem Bügelbrett mit einem blau-weißen Dampfbügeleisen Wäsche bügelt.

Der Unterschied zwischen einem normalen Bügeleisen und einem Dampfbügeleisen liegt in der Funktionsweise. Ein Dampfbügeleisen erhitzt und verdampft zusätzlich Wasser, während ein klassisches Modell nur mit Hitze arbeitet. Genau dieser zusätzliche Schritt treibt den Energieverbrauch in die Höhe.

Die Dampffunktion ist praktisch – braucht aber viel Energie. Wasser muss erhitzt und permanent verdampft werden, was zusätzliche Energie benötigt. Wer darauf verzichtet, spart sofort Strom.

Viele Kleidungsstücke werden auch ohne Dampf glatt – Hitze reicht oft aus. Wer den Dampfeinsatz reduziert, spart also direkt Energie und verkürzt gleichzeitig die Bügelzeit.

Tipps für glatte Wäsche ohne Dampf

Glatte Wäsche ohne Dampf ist nicht automatisch aufwendiger. Mit ein paar einfachen Handgriffen gelingt das Bügeln auch so erstaunlich gut:

  1. Wassernebel aus der Sprühflasche

    Ein leichter Sprühstoß vor dem Bügeln reicht oft schon aus, um Stoffe geschmeidiger zu machen.

  2. Angefeuchtetes Tuch

    Einfach über die Kleidung legen und bügeln – das funktioniert besonders gut bei Baumwolle.

Tipp: Hängt man ein Hemd direkt nach dem Duschen im Badezimmer auf, übernimmt der Wasserdampf aus der Luft schon einen Teil der Arbeit.

Tipp 2: Das richtige Bügeleisen kaufen

Nicht alle Bügeleisen arbeiten gleich effizient. Ältere Geräte verbrauchen oft unnötig viel Energie, während moderne Modelle über praktische Funktionen verfügen, die den Verbrauch reduzieren und langfristig Energie sparen. Wer Geräte neu kauft, sollte auch einen Blick auf Energieeffizienz und Verbrauch werfen.

Worauf man beim Kauf achten sollte:

  1. Temperaturregler

    Je genauer er einstellbar ist, desto gezielter lässt sich Energie einsetzen – vor allem bei niedrigeren Temperaturen für empfindliche Stoffe.

  2. Automatisches Abschalten

    Ein wichtiges Sicherheits- und Energiespar-Feature, wenn das Gerät länger nicht bewegt wird.

  3. Dampfregler

    Ermöglicht es, die Leistung je nach Stoff zu reduzieren.

  4. Schnelles Aufheizen

    Spart Zeit – und indirekt auch Strom.

Da ein Dampfbügeleisen besonders viel Energie für die Dampferzeugung benötigt, lohnt es sich, Geräte zu wählen, bei denen sich die Dampffunktion bewusst regulieren lässt. 

Tipp 3: Wäsche richtig aufhängen

Fünf weiße Hemden an Holzkleiderbügeln, die ordentlich an einem weißen Kleiderständer vor einem hellblauen Hintergrund hängen.

Wichtig ist vor allem, dass sich Temperatur und Dampfleistung gut an den Stoff anpassen lassen. Der größte Fehler passiert oft schon lange bevor die Wäsche gebügelt wird: beim Aufhängen. Wer hier sorgfältig arbeitet, spart sich später viel Energie. Nach dem Waschen gilt:

  • Kleidung so glatt wie möglich ausschütteln
  • Hemden direkt auf einen Bügel hängen
  • Nähte und Kragen in Form ziehen.

Das Ergebnis: weniger Falten, weniger Bügelzeit – und weniger Stromverbrauch.

Tipp 4: Restwärme nutzen

Bügeleisen speichern viel Hitze, die sich nutzen lässt. Wer das Gerät ein paar Minuten vor Ende des Bügelvorgangs ausschaltet, kann die verbleibende Restwärme für die letzten Kleidungsstücke verwenden. So nutzt man die vorhandene Wärme weiter, ohne extra Energie zu verbrauchen.

Noch mehr Energie sparen im Haushalt

Eine Frau und zwei Kinder montieren lächelnd und konzentriert in einem warm beleuchteten Raum eine Lampe.

Bügeln ist nur ein Teil des Ganzen. Wer den Energieverbrauch im Haushalt senken möchte, hat viele weitere Stellschrauben:

Ein oft unterschätzter Punkt ist, dass viele das Bügeleisen während kurzer Pausen einfach eingeschaltet stehen lassen. Dabei läuft der Stromverbrauch pro Stunde weiter – auch ohne aktives Bügeln.

Fazit

Strom sparen beim Bügeln braucht keine große Umstellung. Oft reicht es schon, ein paar Dinge anders zu machen – weniger Dampf, das Bügeleisen bewusst einsetzen oder die Wäsche gleich richtig aufhängen. Vieles ergibt sich dabei fast nebenbei. Und wer sich einmal anschaut, wo im Haushalt Strom verbraucht wird, entdeckt meist schnell noch weitere einfache Möglichkeiten zum Sparen.

Häufig gestellte Fragen zum Energiesparen beim Bügeln

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