Fernwärme Wien: Preisentwicklung, Hintergründe & Rabatte

Wien Energie setzt wirksame Maßnahmen, um Fernwärmekund*innen zu unterstützen.
Aktualisiert am: 05.11.2025
Taschenrechner und Kugelschreiben liegen auf der Rechnung.

Preisentwicklung

Wien Energie hat ihre Kund*innen seit der Energiekrise 2022 mit verschiedenen Entlastungsmaßnahmen unterstützt. Der schrittweise Rückgang der Großhandelspreise seitdem wurde auch an die Fernwärme-Kund*innen weitergegeben. Während bei Kund*innen mit indexierten Fernwärme-Tarifen die Marktentwicklungen laufend ankommen, haben wir bei Kund*innen im Preisbescheid die Kosten mit Rabatten gesenkt.

Auch in der Heizsaison 2025/2026 unterstützen wir unsere Kundinnen mit Rabatten, allerdings in reduzierter Höhe. Grund dafür ist ein Anstieg bei den Beschaffungskosten. Trotz gestiegener Gaspreise (+20% im Vergleich zum Vorjahr) sowie gestiegener Personal- und Baukosten halten wir am Rabatt für Kund*innen mit Preisbescheid fest. Es gilt ein Rabatt von 37 % auf den im Preisbescheid festgelegten Arbeitspreis.

Für einen durchschnittlichen Wiener Haushalt (70 m², 4,57 MWh Raumwärme, 30 m³ Warmwasser) bedeutet das Mehrkosten von rund 12 Euro pro Monat – etwa 15 % mehr als in der vorigen Heizsaison. Die tatsächlichen Kosten hängen vom individuellen Verbrauch ab.

Trotz der Reduktion der Rabatte liegt der Fernwärme-Preisbescheid weiterhin unter den günstigsten Tarifen in ganz Österreich. Das bestätigt auch ein unabhängiger Preisvergleich der Österreichischen Energieagentur.

In den nächsten Wochen erhalten unsere Fernwärme-Kund*innen ihre Jahresabrechnungen. Bei den neuen Teilbeträgen ist die Reduktion des Rabatts bereits berücksichtigt. Für die Rabatte nimmt Wien Energie in der kommenden Heizperiode knapp 90 Millionen Euro in die Hand. Insgesamt hat Wien Energie seit 2022 Entlastungspakete über mehr als 700 Millionen Euro geschnürt.

Warum verändern sich die Preise für Fernwärme?

Auch wenn wir seit 2025 kein russisches Erdgas mehr beziehen: Die internationale Lage hat sich in den letzten Jahren stark auf die Energiepreise ausgewirkt. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine oder auch der Nahostkonflikt haben immer wieder zu Lieferengpässen und Unsicherheiten geführt und damit zu starken Preisschwankungen am internationalen Erdgasmarkt.

Wie setzt sich der Preis für Fernwärme zusammen?

Die Gesamtkosten für Fernwärme setzen sich aus dem Grundpreis und dem Arbeitspreis zusammen. Mehr als die Hälfte der mit Fernwärme versorgten Haushalte unterliegen dem amtlichen Preisbescheid gemäß dem Preisgesetz von 1992. Neben Tarifen, die dem Preisbescheid unterliegen, gibt es auch indexierte Tarife. Im Unterschied zum Preisbescheid wird bei den indexierten Tarifen der Grundpreis nach benötigter Leistung des Gebäudes verrechnet und nicht nach Quadratmetern. Hier gibt’s mehr Infos zu den Fernwärme-Tarifen.

So findet man raus, welchen Tarif man hat

Auf Seite 2 der Wien Energie-Rechnung findet sich (ab der Jahresabrechnung 2022/2023) die Info, ob die Rechnung dem „amtlichen Preisbescheid“ oder einem „indexierten Vertragsmodell“ unterliegt. Auf Seite 3 der Jahresabrechnung werden in einer Tabelle die geltenden Preise aufgelistet.

Für alle, die es bis ins letzte Detail wissen wollen, haben wir auch eine Beispielrechnung. Da werden alle Details der Fernwärmerechnung genau erklärt.

Fragen zur Rechnung

In diesem Blogbeitrag haben wir die wichtigsten Infos zur Fernwärme-Jahresabrechnung gesammelt. Dort erklären wir, wie die Rechnung grob aufgebaut ist und was in welchem Abschnitt zu finden ist. Kurz und knapp steht da, was die Fernwärmeabrechnung beinhaltet und wie die Kosten berechnet werden.

Den Wärmerabatt findet man auf der Detailansicht bei den Gesamtkosten.

Fernwärme Rabatt für Wiener*innen » Bis zu 20% Preissenkung