11 Energiespartipps für dein Büro

Wir haben dir ein paar Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen, im Büro oder im Homeoffice Energie zu sparen.
Aktualisiert am: 23.08.2023
Laptop, Schreibtischlampe, Bücher und Ordner auf einem Holzschreibtisch vor einem schlichten weißen Hintergrund.

Energiespartipp 1: Energiemonitoring durchführen

Um den Energieverbrauch zu verringern, muss zuerst festgestellt werden, welche Geräte am meisten Strom fressen. So lassen sich die großen Verbraucher identifizieren, und man erkennt sofort, ob alle Geräte tatsächlich nur so viel Energie verbrauchen, wie sie sollten, oder ob sie vielleicht defekt sind und mehr Energie verbrauchen. Ein ungereinigtes Klimagerät oder ein kaputter Kühlschrank können gleich mal die dreifache Menge an Energie verbrauchen, wie üblich. Wusstest du, dass du mit einem Strommessgerät den Stromverbrauch sehr gut messen kannst?

Energiespartipp 2: Dauerhaften Stand-by-Modus vermeiden

Hand hält Fernbedienung, mit der Fernseher im Hintergrund bedient wird

Deine elektronischen Geräte im Stand-by-Modus laufen zu lassen, ist eh egal? Täusche dich nicht, denn der tatsächliche Stromverbrauch ergibt sich aus der Leistung der Geräte und der Einschaltdauer. Das wirkt sich schnell auf die Stromrechnung und die Lebensdauer deiner Geräte aus.

Egal ob Drucker, Router oder Laptop, wenn du abends das Büro verlässt oder du dich am Freitag ins Wochenende verabschiedest, unbedingt ausschalten. Bei einigen Geräten, wie zum Beispiel WLAN-Routern, kann man das auch mit einer Zeitschaltuhr regeln.

Besorge dir am besten Verteilersteckdosen, die einen Kippschalter zum ein- und ausschalten haben. Wenn du das Büro oder Homeoffice am Abend verlässt, kannst du einfach den Schalter umlegen und die Stromverbindung unterbrechen. So entstehen über Nacht keine unnötigen Kosten.

Energiespartipp 3: Auf LED-Leuchten umsteigen

Durch die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik kann viel erreicht werden: Im Schnitt liegt das Einsparpotenzial bei einem Umstieg bei Halogenlampen bei 50 Prozent, bei normalen Glühbirnen sogar bei 80 Prozent. Schau dir an, wie du abgesehen vom Wechsel zu LED-Lampen Energie bei der Beleuchtung sparen kannst.

Energiespartipp 4: Heiztemperatur überprüfen

Frau regelt Temperatur bei einem Heizkörper

Weißt du, wie viel Grad Celsius es bei dir im Homeoffice oder im Büro hat? In der Regel sind die meisten Büros und Werkstätten zu stark beheizt. Expert*innen meinen, dass Menschen erst bei Raumtemperaturen unter 20 Grad ein gewisses Kältegefühl entwickeln. Schau also mal nach, wie warm es ist und ob es nicht auch eine Weste tut, bevor du den Heizkörper noch ein bisschen höher dreht. Das Einsparungspotenzial beim Heizen ist bekanntermaßen hoch: Ein Grad weniger Raumtemperatur führt zu 6 Prozent weniger Heizenergie.

Umgekehrt laufen die Klimaanlagen im Sommer oft auf Hochtouren und kühlen viel zu stark runter, sodass man im Büro direkt friert. Das muss auch nicht sein. Neben dem hohen Energieverbrauch ist das kalte Gebläse der Klimaanlage nämlich auch für den Kreislauf nicht gut. Um das Büro einigermaßen kühl zu halten, solltet ihr Fenster abdunkeln und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.

Energiespartipp 5: Richtig und sinnvoll lüften

Frau öffnet ein Fenster um zu lüften.

Fang doch gleich morgens damit an und lüfte so richtig durch. 
Es macht nämlich einen großen Unterschied, ob du immer wieder die Fenster kippst oder auf Stoßlüften umsteigst. Die frische Luft hilft dir beim Wachwerden und gleichzeitig sparst du im Winter Heizkosten. Durch dauerhaft gekippte Fenster entweicht im Winter mehr Wärme, als frische Luft hereinkommt. Das wirkt sich massiv auf die Heizkosten aus und bringt kaum Frischluft.

Spätestens nach dem Mittagessen kannst du einfach wieder alle Fenster öffnen und noch mal ordentlich durchlüften. So fällst du nicht ins „Suppenkoma“ und hast garantiert wieder mehr Energie für das Arbeiten am Nachmittag.

Als Faustregel kannst du einfach zweimal am Vormittag und zweimal am Nachmittag lüften. So hast du immer genug frische Luft im Raum und erzeugst ein optimales Raumklima.

Energiespartipp 6: Fenster abdichten

Wenn wir schon beim Lüften und Kippen sind: Hast du schon überprüft, ob die Fenster im Büro auch wirklich dicht sind? Schon klar, Investitionen wie neue Fenster oder andere Formen von Wärmedämmung sind nicht so billig, aber die Kosten, die sich Unternehmen durch den niedrigeren Heizaufwand sparen, rechnen sich schon nach ca. 2 Jahren.

Ihr könnte undichte Fensterrahmen, durch die kalte Luft hereinströmt, aber auch mit aufklebbaren Isolierbändern abdichten. Das kostet natürlich weniger. Absolut dichte Fenster können übrigens eine Kostenersparnis von bis zu 30 Prozent bringen.

Energiespartipp 7: Energieeffizient kochen

Energieverbrauch im Büro

Strom sparen in der Küche geht ganz leicht: Falls du selbst kochst, egal ob zu Hause oder im Büro, achte auf passende Töpfe. Idealerweise sind sie weder zu klein noch zu groß für deine Herdplatte und haben einen ebenen Boden. Außerdem gilt: Verwende Topfdeckel! Dadurch entweicht die Wärme nicht so schnell und du sparst auf Dauer viel Energie.
So hast du nicht nur mehr von deiner Mittagspause, weil alles schneller fertig ist, sondern du sparst auch noch an Stromkosten.

Fürs Nudelkochen haben wir noch einen Extratipp für dich: Koche nur so viel Wasser, wie du wirklich brauchst. Denn je weniger Wasser du erhitzt, desto weniger Strom verbrauchst du. Nudelwasser kocht auch schneller, wenn du das Salz nicht von Anfang an dazugibst.

Energiespartipp 8: Mikrowelle energiesparend verwenden

Wusstest du, dass Flaches in der Mikrowelle schneller gart? Mikrowellen dringen nämlich nicht tiefer als 2 cm in Lebensmittel ein. Deshalb ergibt es Sinn, dein Essen nicht aufgetürmt in die Mikrowelle zu stellen. Das spart bis zu 50 % Energie gegenüber der Zubereitung am Herd. 

Energiespartipp 9: Richtige Platzierung des Kühlschranks

Kühlschrank energiesparend einsetzen
Copyright: FotobyLatrach-Med-Jamil

Erst mal ist es wichtig, dass der Kühlschrank einen optimalen Platz hat. Er sollte nicht neben Herd, Heizkörper oder anderen Wärmequellen stehen und auch nicht im sonnigsten Eck. Der Energieverbrauch erhöht sich nämlich bei jedem zusätzlichen Grad Umgebungstemperatur um circa 3 %.

Wir nehmen zwar nicht an, dass in deinem Büro Temperaturen von unter 10 °C herrschen. Aber nur so zur Info, das ist die magische Grenze, ab der die meisten Kühl- und Gefriergeräte keine einwandfreien Leistungen mehr bringen. Du aber wahrscheinlich auch nicht.

Der Kühlschrank sollte auch unbedingt genug Platz zur Wand haben, damit die Lüftung einwandfrei funktionieren kann. Der Energieverbrauch des Kühlschranks kann sich um bis zu 10 % erhöhen, sollte er nicht genug Freiraum haben, um Luft ansaugen und ausstoßen zu können.

Energiespartipp 10: Dichtungen des Gefrierfachs kontrollieren

Ist dir vermehrt Eisbildung im Bürokühlschrank aufgefallen? Das liegt wahrscheinlich an einer kaputten Türdichtung und das kostet richtig viel Energie. Deshalb sollten die Dichtungen regelmäßig überprüft werden. Sie müssen trocken und unbeschädigt sein.

Mit einem Blatt Papier kannst du ganz einfach einen Dichtungscheck machen: Klemme es in der Tür des Gefrierfachs ein. Es sollte sich nun rundum nur mehr mit Widerstand herausziehen lassen.

Energiespartipp 11: Kühlschrank energiesparend verwenden

Lass den Kühlschrank nicht unnötig lange offen. Damit vermeidest du, dass zu viel warme und feuchte Luft ins Innere kommt. Für warme Lebensmittel, zum Beispiel Überbleibsel des Mittagessens, gilt: Erst mal auf Raumtemperatur abkühlen lassen, bevor du sie in den Kühlschrank gibst. Was du in den Kühlschrank stellst, sollte außerdem verpackt und verschlossen sein. Unverpackte und offene Waren trocknen aus und die Feuchtigkeit schlägt sich als Eis am Verdampfer nieder. Hier gibt's noch ein paar Tipps, wie ihr eure Lebensmittel im Kühlschrank am besten lagert.

Wenn der Bürokühlschrank nicht über eine Abtauautomatik verfügt, sollte er ein- bis zweimal im Jahr abgetaut und gereinigt werden. Das spart Energie und erhöht die Effizienz.

Noch Fragen? Dann mach dir mit deinen Kolleg*innen direkt online eine Energieberatung aus. Unsere erfahrenen Expert*innen beraten dich gerne in Energiefragen: telefonisch, in Kombination mit WhatsApp oder Wire, damit du direkt Bilder von eurem Büro schicken kannst. Oder direkt in unserer Wien Erlebniswelt Spittelau. So bleiben garantiert keine Fragen offen.

Über unseren online Energiesparcheck findest du übrigens deine Stromfresser im Haushalt.

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