Windrad Donauinsel – das erste Windrad Wiens

Windräder in der Stadt – das sieht man nicht besonders oft. Eines davon steht auf der Donauinsel und ist ziemlich hoch. Wie sieht es von da oben aus? Dass Wien neben Sonnen- auch Windenergie erzeugt, das wissen nur Wenige. Und wo genau das erste Windrad Wiens steht, die Wenigsten.
Aktualisiert am: 14.02.2023
Schafe bei der Photovoltaik-Anlage SchafflerhofKühe grasen auf einem grasbewachsenen Hügel mit blauem Himmel, Bergen und dem Windpark Steinriegel im Hintergrund.

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Ein Windrad mitten im Grünen

In den 1980er-Jahren gingen die meisten Menschen noch davon aus, dass Österreich kein „Windland“ sei und es nicht genügend Wind gäbe, um Strom daraus zu produzieren. Im Rückblick sieht die Sache jedoch ganz anders aus. Was nur Wenige wissen - in Wien gibt's ein Windrad und dieses steht nicht versteckt, irgendwo im Nirgendwo, sondern gut ersichtlich auf der Donauinsel.

Rundherum ist es grün, es joggen die Menschen, gehen Spazieren oder führen ihren Hund aus und mittendrin steht seit Mai 1997 das erste Windrad Wiens. Mittlerweile zählt das Windrad zu den kleinsten Windkraftwerken Österreichs.

Hoch hinauf: Mit der Hauptstadt im Hintergrund

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Auf etwa 50 Metern Höhe gibt es in der Nähe der Turbine eine kleine Plattform. Mit ein wenig Fantasie sieht sie aus wie ein runder Balkon - aber wenn man dort steht, muss man sich gut festhalten, weil: es ist meistens sehr windig. Die traumhafte Aussicht, die normalerweise nur Menschen vorbehalten ist, die beruflich etwas mit Windrädern zu tun haben, zB. während der Wartungsarbeiten, wollen wir euch nicht vorenthalten (s. Video).

Strom für 100 Haushalte

Das Erzeugen von Erneuerbaren Energien in der Stadt, das ist wirklich was Besonderes: mitten im Erholungsgebiet, wo Wiener*innen ihre Freizeit verbringen, steht ein Windrad, das rund 100 Haushalte mit umweltfreundlichem, grünem Strom versorgt.

Wer das erste Windrad Wiens auch sehen möchte, der kann das beim nächsten Spaziergang auf der Donauinsel tun. Das Windrad befindet sich in der Nähe der Steinspornbrücke, gleich nach der Vienna Watersports Arena.

Und so funktioniert Windenergie

Die Höhe der Anlage und die Größe des Rotordurchmessers sind wesentliche Faktoren für die Stromerzeugung. Am meisten Strom wird erzeugt, wenn der Wind nicht übermäßig stark weht, sondern wenn er es gleichmäßig tut. Denn: Je gleichmäßiger der Wind, desto mehr umweltfreundlicher Strom wird erzeugt.

Ideal für die Energieproduktion sind 20 Stundenkilometer. Ähnlich wie ein Fahrrad-Dynamo dreht sich der Rotor des Windrades und entnimmt der Wind Energie. Ein Generator wandelt diese "Dreh-Energie" in Strom um.

Ein Windrad erzeugt pro Stunde genug Energie, um zwei Jahre rund um die Uhr Playstation zu spielen. Und es spart rund 4.500 Tonnen CO2 – jedes Jahr.

Zukunft Windkraft

Das Potenzial ist noch riesig! Will die Regierung ihre Klimaziele erreichen – bis 2030 soll der Stromverbrauch bilanziell übers Jahr gesehen zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen –, muss sie Windkraft weiter ausbauen. Denn Prognosen zeigen: Windkraft kann ein Viertel des Stromverbrauchs bis 2030 decken

Laut IG Wind erzeugten 2021 1.307 Windkraftanlagen mit 3.300 Megawatt Gesamtleistung rund 7,6 Milliarden Kilowattstunden Strom für gut 2,2 Millionen Haushalte. Das entspricht mehr als elf Prozent des österreichischen Stromverbrauchs.

Alleine Wien Energie betreibt mehr als 80 Anlagen in zehn Windparks und kooperiert zusätzlich bei drei weiteren Parks mit anderen Energieversorgern. Wir zeigen euch, wie ein Windpark entsteht.

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