Kraft-Wärme-Kopplung

Die ganze Energie herausholen: Eine Kraft-Wärme-Kopplung setzt wertvolle Rohstoffe sinnvoll ein – die Verbrennungswärme wird zweifach genutzt, für Strom und für Fernwärme.

Strom und Wärme = doppelter Nutzen

Gasturbinen Revision im Kraftwerk Simmering.
Copyright: Wien Energie/Ian Ehm
Zoom
Der Wirkungsgrad eines kalorischen Kraftwerkes steigt durch eine Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) von rund 40 Prozent auf bis zu 86 Prozent. Das schont die Umwelt und der Verbrauch von Rohstoffen sinkt deutlich. Allgemein gilt: Je höher der Wirkungsgrad ist, desto weniger Brennstoff benötigt ein Kraftwerk.
 


Mehr Strom aus Gas

Die Gasturbinen-Technologie machte in den letzten Jahren große Fortschritte: Höhere Temperaturen der Abgase und größere Anlagen erhöhen den Wirkungsgrad deutlich. Außerdem erzeugen moderne GuD-Kraftwerke (Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke) doppelt Strom:

  • Der meiste Strom entsteht in der Gasturbine, die einen Generator antreibt.  
  • Die Abgase aus der Gasturbine sind so heiß, dass Wasserdampf erzeugt werden kann. Dieser treibt eine Dampfturbine an, die zusätzlichen Strom erzeugt.

Der Fernwärme Dampf machen

Aus der Dampfturbine wird auch Dampf für Fernwärme entnommen. Das senkt zwar die elektrische Leistung, bringt aber das Fünffache an Fernwärme-Leistung. Unterm Strich zahlt sich das aus: Der Wirkungsgrad erhöht sich dadurch auf rund das doppelte eines üblichen kalorischen Kraftwerkes.

Umweltschonendes Erdgas

Die Gasturbine verwendet als Brennstoff umweltfreundliches Erdgas. Wird es verbrannt, entstehen nur wenige Schadstoffe. Durch den hohen Wirkungsgrad der Kraft-Wärme-Kopplung benötigen die modernen GuD-Kraftwerke von Wien Energie außerdem viel weniger Brennstoff.