Biomassekraftwerk Trumau

In der sehr kurzen Errichtungszeit von sechs Monaten wurde das Projekt von Wien Energie realisiert.

Trumau – mehr als ein Wärmenetz

Hackschnitzel
Copyright: Wien Energie/Walter Luttenberger
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Sechs Monate und fertig. So schnell stand das 2007 in Betrieb genommene Bio-Wärmenetz der Gemeinde Trumau in Niederösterreich. Das Biomasse-Heizwerk bringt aber nicht nur Wärme und Warmwasser, es kann noch mehr: Die Anlage trocknet Klärschlamm.
 

Klug genutzte Synergien

Das Heizwerk wurde direkt neben der Trumauer Kläranlage errichtet. Mit überschüssiger Wärme entzieht es dem Klärschlamm Wasser. Der Wasseranteil verringert sich so von 70 auf 20 Prozent. Pro Jahr bedeutet das rund 1.000 Tonnen weniger Gewicht – die Kosten fürs Entsorgen sinken dadurch deutlich.

Wirtschaftlich und nachhaltig

Zusätzliche Energie und Kosten spart ein gemeinsamer Radlader. Er transportiert sowohl die fürs Heizen benötigte Biomasse als auch den Klärschlamm. Durch den guten Wirkungsgrad des Biomassekessels und den Einsatz erneuerbarer Energie sinkt der CO2-Ausstoß von Trumau deutlich.

Eckdaten

Leistung Biomassekessel: 2 MW
Leistung Erdgaskessel (Spitzenlast): 4 MW
Anschlusswert: 5,8 MW
Trassenlänge: 3,6 km
Jährlicher Hackgutbedarf: 9.000 Schüttraummeter
Jährliche Wärmeproduktion: 6.300 MWh
Errichtung/Inbetriebnahme: 2007
Bauzeit: 6 Monate