FlexPool

Eine Dienstleistung von Wien Energie GmbH

Mit dem virtuellen Kraftwerk „FlexPool“ von Wien Energie können unsere Gewerbe- und Industriepartner zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen und so zusätzliche Erlöse generieren.

Intelligenter FlexPool

Bündeln Sie die Flexibilität Ihrer Energieverbraucher und –erzeuger in unserem Wien Energie FlexPool und nehmen Sie am Tertiärregelenergiemarkt teil. Davon profitieren alle – die Netzstabilität wird verbessert, Erneuerbare Energien können besser integriert werden und obendrein macht es sich für Sie auch finanziell bezahlt!

Übersichtsgrafik Intelligenter FlexPool. Copyright: Wien Energie/Demner, Merlicek und Bergmann
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Werden Sie unser Poolpartner und profitieren Sie von unserem Dienstleistungsangebot

Der FlexPool von Wien Energie - erklärt in sechs Schritten.
Grafik FlexPool von Wien Energie in sechs Schritten. Copyright: Wien Energie/Demner, Merlicek & Bergmann
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  • 1. Potenzialbestimmung
    Wien Energie schätzt Ihre Mehrerlöse durch die Teilnahme am FlexPool.
  • 2. & 3. Technische Schnittstellenbestimmung und Energieleitstellenanbindung
    Nach Besichtigung Ihrer Anlage entwickelt Wien Energie für Sie eine technische Lösung zur Integration Ihrer Anlage im FlexPool. 
  • 4. Präqualifikation*
    Wir präqualifizieren Ihre Anlage bei Austrian Power Grid** (in Abstimmung mit Ihnen) nach aktuellen Regeln für die Teilnahme am Regelenergiemarkt.
  • 5. Vermarktung
    Wir übernehmen die komplette Vermarktung Ihrer Anlage. Dabei berücksichtigen wir die Angaben zur zeitlichen Verfügbarkeit Ihrer Anlage. Mit dem Wien Energie Kundenportal können sie den Einsatz Ihrer Anlage jederzeit nachvollziehen.
  • 6. Monatsabrechnung
    Sie erhalten monatlich eine Abrechnung über die am Regelenergiemarkt erzielten Erlöse.
     

*) Um am Teritärregelenergiemarkt teilnehmen zu können, müssen die technischen Mindestanforderungen der APG (Austrian Power Grid) erfüllt werden.
**) Die Austrian Power Grid betreibt das österreichische Übertragungsnetz und ist für dessen Betrieb und Instandhaltung verantwortlich.

Anwendungen

Grafik FlexPool besteht aus verschiedenen technischen Einheiten.
Grafik. Copyright: Wien Energie/Demner, Merlicek und Bergmann
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Es gibt viele Anwendungen, die für FlexPool geeignet sind wie z.B.:

  1. Stromverbraucher
    Viele große Stromverbraucher aus Industrieprozessen, Kältezentralen, Pumpen, etc. weisen ein flexibles Verbrauchsverhalten auf.
  2. Power-to-Heat
    Power-to-Heat Anlagen (wie z.B. Stromheizungen) können das Heizsystem als Wärmespeicher nutzen. Dadurch entsteht Flexibilität bei der Vermarktung.
  3. Wasserkraft
    Wasserkraftwerke weisen eine geeignete flexible Erzeugung zur Vermarktung am Regelenergiemarkt auf.
  4. Windkraft
    Wien Energie vermarktet Ihre Windkraftwerke nach Auslauf des Förderzeitraums am Regelenergiemarkt.
  5. Notstromaggregate
    Die geringen Einsatzstunden der Aggregate sprechen für einen flexiblen Einsatz und die Vermarktung am Regelenergiemarkt.
  6. Blockheizkraftwerk und Biogasanlagen
    Diese Anlagen sind regelfähig und für den Einsatz am Regelenergiemarkt geeignet.

Drei Regelungen für ein stabiles Netz

Drei Regelungen für ein stabiles Netz.
Drei Regelungen für ein stabiles Netz. Copyright: Wien Energie/Demner, Merlicek und Bergmann
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Strom ist nicht speicherbar (zumindest nicht in ausreichendem Ausmaß). Daher muss ein ständiger Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch sichergestellt sein. Um diesen Ausgleich (Stabilisierung der Frequenz im Übertragungsnetz bei 50 Hertz) vorzunehmen, wird vom Regelzonenführer eine dreistufige Regelung eingesetzt. 

Die Regelung gleicht Schwankungen im Stromnetz innerhalb von Sekunden (Primärregelung), fünf Minuten (Sekundärregelung) oder zehn Minuten (Tertiärregelung) aus.

Bei einem Überangebot (Erzeugung größer als Verbrauch) muss die Erzeugung reduziert oder der Verbrauch (Einschalten von Lasten) erhöht werden. Bei einem Mangel (Erzeugung kleiner als Verbrauch) muss die Erzeugung erhöht oder der Verbrauch (Wegschalten von Lasten) reduziert werden. Der Ausgleich von einem Überangebot bzw. Mangel wird „negative Regelenergie“ bzw. „positive Regelenergie“ genannt. Der FlexPool von Wien Energie ermöglicht unseren Gewerbe- und Industriepartnern den Zugang zum Tertiärregelenergiemarkt.

Die Teilnahme am Tertiärregelenergiemarkt ermöglicht Ihnen zusätzliche Erlösmöglichkeiten:

  • Die Bereitstellung von Flexibilitäten wird über den Leistungspreis abgegolten
  • Bei Aktivierung Ihrer technischen Einheit erhalten Sie darüber hinaus einen Arbeitspreis

Die Regelenergiearten:

Primärregelung

  • Aktivierung in Millisekunden bis 30 Sekunden
  • Automatisch durch Leistungsfrequenzregler in der Erzeugungsanlage

Sekundärregelung

  • Aktivierung innerhalb von 5 Minuten
  • Automatisch durch Sollwertvorgabe vom Regelzonenführer (Austrian Power Grid)
  • Abrufstunden im Jahr 2014 für positive  und negative Regelenergie: bis 800 Stunden
  • Abgerufene Regelenergie im Jahr 2014: rund 60 GWh

Tertiärregelung

  • Aktivierung innerhalb von 10 Minuten
  • Manueller oder automatischer Abruf
  • Abrufstunden im Jahr 2014 für positive und negative Regelenergie: bis 7.000 Stunden
  • Abgerufene Regelenergie im Jahr 2014: rund 540 GWh