Kleinwasserkraftwerk Nußdorf

Unter dem denkmalgeschützten Jugendstil-Bauwerk befindet sich ein fast unsichtbares Kleinwasserkraftwerk.

Wiens unsichtbares Kraftwerk

Außenaufnahme des Kleinwasserkraftwerkes Nußdorf.
Copyright: Wien Energie/Ian Ehm
Zoom
Was aussieht wie ein normales Wehr, hat es in sich: Unter dem denkmalgeschützten Jugendstil-Bauwerk vom Wehr Nussdorf arbeitet ein Wasserkraftwerk, das zigtausend Haushalten Strom liefert.
 

Wanderhilfe für Fische

Im Frühjahr 2017 wurde beim Kleinwasserkraftwerk Nußdorf eine neue Fischaufstiegshilfe eröffnet. Damit können Fische, die auf ihrem Weg flussaufwärts in den Donaukanal abzweigen, beim Kraftwerk Nußdorf zurück in die Donau. Die Fische überwinden über den Weg der Fischaufstiegshilfe Nußdorf einen Höhenunterschied von rund 3,6 Metern. Auf eine Länge von 322 Metern wurden insgesamt 37 Wanderbecken errichtet.

Stauen bringt’s

Für das Kraftwerk Freudenau wurde die Donau aufgestaut. Der angehobene Pegel der Donau ermöglichte den Bau des Kraftwerkes Nußdorf, das im Schnitt 27,7 Gigawattstunden (GWh) leistet. 33,3 Prozent davon gehen als umweltfreundlicher "Donaustrom" direkt an die Kundinnen und Kunden von Wien Energie. Das gesamte Kraftwerk erzeugt umweltfreundlichen Strom für rund 10.000 Haushalte, 3.300 Haushalte werden von Wien Energie mit CO2-freien Strom beliefert. 

Glänzendes Jugendstil-Juwel

Die von Otto Wagner geplante Schemerlbrücke mit den monumentalen Löwenstatuen auf beiden Ufern des Donaukanals als "Tor zu Wien" blieb nach außen unangetastet. Denn das Kraftwerk ist unterhalb in der Wehranlage eingebaut – und damit fast unsichtbar.

Weit mehr als ein Wehr

Unter Wasser geht es so richtig zur Sache: Zwölf leistungsfähige Turbinen nutzen die Wasserkraft perfekt. Und auch der volle Hochwasserschutz ist trotz Kraftwerk gesichert.