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Kraftwerk Simmering

Bei kalorischen Kraftwerken können geringe Mengen an Schadstoffemissionen nicht vermieden werden. Doch Wienstrom setzt auf modernste Technik und beste Brennstoffe, um die Emissionen so gering wie möglich zu halten.

Kontakt technische Auskunft

DI Rudolf Schwarzböck
+43 (1) 4004-70001

Führungen

Kraftwerk Simmering
1. Haidequerstrasse 1
1110 Wien
 

Buchung bei
Claudia Schwammenschneider
Tel.: +43 (1) 4004-70074
E-Mail

 

Anreise

U3 bis Station Enkplatz, dann Buslinie 76A bis Station Haidestrasse, danach ein Fußweg von ca. 8 Minuten

Kraftwerk Simmering

Bei kalorischen Kraftwerken können geringe Mengen an Schadstoffemissionen nicht vermieden werden. Doch Wienstrom setzt auf modernste Technik und beste Brennstoffe, um die Emissionen so gering wie möglich zu halten.

KW Simmering

Am 11. Mai 1900 beschloss der Gemeinderat den Bau des Kraftwerkes „zur Abgabe von Strom für den Betrieb der elektrischen Straßenbahnen". Den ersten Strom lieferte das Kraftwerk bereits am 8. April 1902. Am 22. September wurde auch Werk 2, das „Lichtwerk" in Betrieb genommen.

Am Beginn kam Kohle, 1920 Rohöl, 1921 Braunkohle und 1934/35 Erdgas als Brennstoff zur Befeuerung der Kessel zum Einsatz. 1958 begann eine grundlegende Änderung der Technologie. Bisher hatte es als Sammelschienenkraftwerk gearbeitet, d.h. alle Kessel hatten den erzeugten Dampf in eine gemeinsame Rohrleitung geliefert, aus der die Turbinen des Werkes gespeist wurden.

1962 wurde das erste Blockkraftwerk in Betrieb genommen. Kessel, Turbine und Trafo bildeten im Block 3 eine unteilbare Einheit. Ihm folgten von 1964 bis 1970 die Blöcke 4, 5 und 6.

Bereits 1970 hielt der Umweltschutz-Gedanke Einzug und die Energieressourcen wie Erdgas und Erdöl sollten effizient eingesetzt werden. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, konzipierte Wien Energie den Block 1/2 als Kombiblock mit Fernwärme-Auskopplung. Am 19. Dezember 1979 wurde zum ersten Mal Wärme geliefert. Die Kombination von Gasturbine und Dampfblock verbesserte den Wirkungsrad der Gesamtanlage erheblich. Um die Wiener Luft sauber zu halten, wurden verstärkt Erdgas und Heizöl mit geringerem Schwefelanteil eingesetzt. Modernste Rauchgasreinigungsanlagen im neu errichteten Kombiblock Simmering 3 sowie der verstärkte Einsatz von Erdgas ermöglichte eine weitere massive Verringerung der Schwefeldioxidemissionen.

Durch konstruktive Verbesserungen an den Brennern konnte die Flammentemperatur in den Kesseln gesenkt werden. Das ist die wichtigste Voraussetzung zur Vermeidung der Stickoxidbildung. So wurden 1986 im Block 1/2 die Gasturbinenbrenner durch stickoxidarme Vormischbrenner ersetzt.

Aufgrund einschlägiger Studien, welche zeigen, dass Europa und somit auch Österreich in naher und mittlerer Zukunft dringend neue Kraftwerkskapazitäten benötigt, um die Versorgungssicherheit auch weiterhin gewährleisten zu können, wurde im KW Simmering der Block 1/2 modernisiert. Dieser ist im Mai 2009 in Betrieb gegangen.

Auslaufturbine Kraftwerk Simmering

Selbst das Kühlwasser wird noch zur Stromerzeugung genutzt.

Im Kraftwerk Simmering wird sogar das Kühlwasser der thermischen Kraftwerksblöcke zur umweltfreundlichen Stromerzeugung genutzt. Das Wasser wird über eine Kaplanturbine abgearbeitet, bevor es wieder in den Donaukanal geleitet wird. Bei einer Leistung von mehr als 0,7 Megawatt, erzeugt das Kraftwerk ca. 1000 Megawattstunden elektrischen Strom pro Jahr.