FAQ
Topics
- Was bedeutet Brennwertnutzung?
- Was bedeutet modulierende Betriebsweise?
- Was bedeutet Niedertemperatur-Betrieb?
- Was bedeutet raumluftabhängiger Betrieb?
- Was bedeutet raumluftunabhängiger Betrieb?
- Was ist ein atmosphärischer Brenner?
- Was ist ein Gas-Heizkessel mit Gebläsebrenner?
- Was ist ein Gas-Heizstrahler?
- Was ist ein Gas-Kachelofen?
- Was ist ein Gas-Kombiwasserheizer?
- Was ist ein Gas-Raumheizer?
- Was ist ein Gas-Spezialheizkessel?
- Was ist ein Gas-Umlaufwasserheizer?
- Was ist ein Gas-Warmlufterzeuger?
- Was ist ein Gas-Wärmezentrum?
- Was ist ein Gebläsebrenner?
- Was ist ein modulierender Brennerbetrieb?
- Was ist ein Vormischbrenner?
- Was sind Blockheizkraftwerke (BHKW)?
- Welche Möglichkeiten zur Abführung von Abgasen aus Brennwertgeräten gibt es?
- Wie arbeitet eine Warmluftheizung?
- Wie arbeitet eine Warmwasser-Zentralheizung?
- Wie funktioniert das Durchlaufverfahren?
- Wie funktioniert das Speicherverfahren?
- Wie funktioniert ein Brennwertgerät?
- Wie funktioniert ein erdgasbetriebenes BHKW?
Was bedeutet Brennwertnutzung?
Wenn die Abgase bis unter eine bestimmte Temperatur (den so genannten Taupunkt) abgekühlt werden, kondensiert der mitgeführte Wasserdampf teilweise und setzt dabei Wärme frei. Brennwertgeräte können diese Wärme für das Heizsystem nutzbar machen. Dadurch arbeiten sie besonders energiesparend, was auch zu einer verringerten Umweltbelastung führt.
Was bedeutet modulierende Betriebsweise?
Früher wurden Wärmeerzeuger meist mit einer konstanten Betriebstemperatur betrieben, die unabhängig von der Außentemperatur war. Die erforderliche Vorlauftemperatur wurde durch Beimischung von abgekühltem Rücklaufwasser erreicht. Moderne Gaswärmeerzeuger dagegen werden nur mit der Temperatur betrieben, die gerade notwendig ist. Zu jeder Außentemperatur gehört dabei eine entsprechende Heizwassertemperatur. Mit Hilfe der witterungsgeführten Regeleinrichtung passt sich die Heizleistung stufenlos dem Wärmebedarf an.
Was bedeutet Niedertemperatur-Betrieb?
Früher waren Heizsysteme in der Regel für Vor- und Rücklauftemperaturen von 90/70 °C ausgelegt. Dadurch waren auch die Wärmeverluste recht hoch. Um Energie zu sparen, arbeiten moderne Heizsysteme mit wesentlich niedrigen Betriebstemperaturen, zum Beispiel 60/50 °C.
Was bedeutet raumluftabhängiger Betrieb?
Hier wird den Geräten Luft zugeführt, die über Fugen an Fenstern und Türen oder Öffnungen in den Aufstellraum des Gasgerätes strömt. Deshalb ist die Größe des Raumes bei der Aufstellung der Geräte zu berücksichtigen.
Was bedeutet raumluftunabhängiger Betrieb?
Hier wir die Verbrennungsluft dem Gasgerät direkt aus dem Freien zugeführt. Bei dieser Betriebsweise sind die Geräte einschließlich ihrer Verbrennungsluftzuführung und Abgaszuführung gegenüber dem Aufstellraum dicht abgeschlossen.
Was ist ein atmosphärischer Brenner?
Dieser Brennertyp saugt die erforderliche Verbrennungsluft durch die Gasdüsen und durch den Auftrieb der heißen Abgase an. Er kommt deshalb ohne Gebläse aus. Diese Brenner sind durch ihren einfachen Aufbau robust, wenig störanfällig und wartungsfreundlich. Sie sind fester Bestandteil der Geräte.
Was ist ein Gas-Heizkessel mit Gebläsebrenner?
Diese Geräte werden vor allem dort eingesetzt, wo größere Heizleistungen erforderlich sind, beispielsweise für die Zentralheizung in Mehrfamilienhäusern. In Verbindung mit einem Speicher übernehmen sie auch die Warmwasserbereitung. Ein Gebläse führt dem Brenner die erforderliche Verbrennungsluft zu.
Was ist ein Gas-Heizstrahler?
Er überträgt den größten Anteil der Energie in Form von Wärmestrahlung. Man unterscheidet so genannte Hellstrahler (Oberflächentemperaturen von 800 bis 900 °C) und Dunkelstrahler (Oberflächentemperaturen bis 500 °C). Mit zunehmender Oberflächentemperatur steigt der Strahlungsanteil der Wärmeübertragung. Das Einsatzgebiet dieser Geräte ist die Beheizung von großen Hallen (Werkshallen, Messehallen u.Ä.) sowie von Freigelände (Gastronomie). Sie werden nicht in Wohnräumen eingesetzt.
Was ist ein Gas-Kachelofen?
Kachelöfen mit einem Heizeinsatz für Erdgas erwärmen die Raumluft durch Strahlung und Konvektion. Sie eignen sich für Alt- und Neubauten und bieten die Behaglichkeit des Kachelofens ohne die Nachteile fester Brennstoffe (Ruß, Asche, Brennstofftransport u.a.). Im Rahmen der Modernisierung werden Kachelöfen, die bisher mit Kohle und Holz beheizt wurden, häufig auf Erdgas umgerüstet.
Was ist ein Gas-Kombiwasserheizer?
Dieses Gasgerät für die Warmwasserbereitung und Beheizung vereinigt die Arbeitsweise des Umlaufwasserheizers und des Durchlaufwasserheizers. Kombiwasserheizer eignen sich für die Wärmeversorgung von Wohnungen und kleineren Einfamilienhäusern. Sie benötigen durch die Wandmontage keine Stellfläche. Vor allem bei Modernisierungsmaßnahmen werden sie häufig eingesetzt.
Was ist ein Gas-Raumheizer?
Dieses Gasgerät ist nicht in einen Heizwasserkreislauf eingebunden, sondern erwärmt die Raumluft direkt, hauptsächlich durch Konvektion. Es dient in der Regel zur Beheizung einzelner Räume.
Was ist ein Gas-Spezialheizkessel?
Gas-Spezialheizkessel sind mit einem atmosphärischen Brenner ausgestattet. Er arbeitet ohne Gebläse durch thermischen Auftrieb. Die Geräte können für die zentrale Beheizung von Wohnungen und Gebäuden eingesetzt werden. Sie sind mit Leistungen ab 4 kW erhältlich und eignen sich vor allem für kleine und mittlere Heizungsanlagen. Außerdem können sie in Verbindung mit einem Speicher die Warmwasserbereitung übernehmen. Je nach Größe und Ausführung sind Stand- oder Wandgeräte lieferbar.
Was ist ein Gas-Umlaufwasserheizer?
Er übernimmt die Beheizung (als Kombigerät auch die Warmwasserbereitung) für eine Wohnung oder ein kleines Einfamilienhaus. Das Heizwasser wird hier in Rohrschlangen durch den Wärmeerzeuger geführt und im Umlauf durch das Gerät erhitzt.
Was ist ein Gas-Warmlufterzeuger?
Diese Geräte erwärmen die Luft direkt und zeichnen sich daher durch eine schnelle und gleichmäßige Wärmeübertragung aus. Sie spielen vor allem bei der Beheizung von Betriebsgebäuden u.Ä. eine große Rolle.
Was ist ein Gas-Wärmezentrum?
Diese Gerätekombination übernimmt die Warmwasserbereitung und Heizung für eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus. Als Wärmeerzeuger dient ein Gas-Umlaufwasserheizer oder Gas-Spezialheizkessel, der mit einem indirekt beheizten Speicher kombiniert ist. Das Gas-Wärmezentrum bietet sich an, wenn bei kleinen Leistungen für die Beheizung bei der Warmwasserbereitung der Komfortvorteil des Speicherverfahrens gewünscht wird. Es bietet die Möglichkeit, neben der Warmwasserversorgung für Küche und Bad auch Wasch- und Spülmaschinen direkt mit Warmwasser zu versorgen. Der Platzbedarf ist gering.
Was ist ein Gebläsebrenner?
Hier sorgt ein Gebläse für die Zufuhr der nötigen Verbrennungsluft. Dadurch werden Gas und Luft sehr gut durchmischt. Allerdings ist die Konstruktion aufwendiger. Die Brenner werden entweder separat oder als Brenner-Kessel- Einheit (Unit) geliefert.
Was ist ein modulierender Brennerbetrieb?
Mit Hilfe einer automatischen Luft- und Gasmengenregelung über mechanische oder elektromotorische Stellorgane kann die Brennerleistung dem benötigten Wärmebedarf in bestimmten Bereichen angepasst werden. Das führt zu einer Energie- und Emissionsreduzierung.
Was ist ein Vormischbrenner?
Die Anfang der 80er Jahre entstandene Diskussion über Stickstoffoxid (NOx)-Emissionen löste weltweit Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der schadstoffarmen Verbrennung aus. In Zusammenarbeit von Geräteherstellern und Gaswirtschaft entstand der schadstoffarme Gas-Vormischbrenner. Die Besonderheit dieses Brenners ist, dass Erdgas und die erforderliche Verbrennungsluft vor der Verbrennung gut vermischt werden. Dadurch und durch einen hohen Verbrennungsluftanteil werden hohe Flammentemperaturen vermieden, die zu hohen thermischen NOx-Emissionen führen würden. Die sehr kleinen Flammen bilden in geringem Abstand zur Brennoberfläche einen „Flammenteppich". Vormischbrenner können verschiedene Formen haben (radial, linear, Flächenbrenner). Sie sind sehr kompakt und robust. Die meisten der heute angebotenen Gas-Brennwertgeräte sind mit einem Vormischbrenner ausgestattet.
Was sind Blockheizkraftwerke (BHKW)?
BHKW sind kompakte Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung. Sie werden überwiegend mit Erdgas betrieben.
Welche Möglichkeiten zur Abführung von Abgasen aus Brennwertgeräten gibt es?
Es gibt spezielle Abgasleitungen die in einen Schacht oder einen vorhandenen Kamin eingezogen werden. Sie können aus Metall, Kunststoff, Keramik oder Spezialglas bestehen. Eine andere Möglichkeit sind feuchtunempfindliche Kamine.
Wie arbeitet eine Warmluftheizung?
Als Wärmeträger dient hier Luft. Diese wird von einem Gasbrenner über Wärmeaustauscher erwärmt und den angeschlossenen Räumen über eine Lüftungsanlage zugeführt.
Wie arbeitet eine Warmwasser-Zentralheizung?
Der Wärmeträger Wasser wird im Gasgerät durch die Gasflamme erwärmt und in den Heizwasserkreislauf gepumpt (Vorlauf). Es fließt zu den Heizkörpern, gibt dort Wärme an den Raum ab und fließt abgekühlt wieder zum Wärmeerzeuger (Rücklauf).
Wie funktioniert das Durchlaufverfahren?
Das Wasser wird erwärmt, während es durch das Gerät fließt. Die maximale Zapfmenge steht sofort zur Verfügung, wird also ohne Wartezeit oder Unterbrechung für das Aufheizen geliefert.
Wie funktioniert das Speicherverfahren?
Hierbei wird ständig eine größere Warmwassermenge auf Vorrat gehalten. Bei direkt beheizten Speichern wird die Wassermenge unmittelbar durch einen Gasbrenner erwärmt. Bei indirekt beheizten Speichern sorgt das Gasgerät, das die Raumheizung übernimmt, über einen Wärmeaustauscher auch für die Erwärmung des Speicherwassers.
Beim Schichtenspeicher erfolgt die Wärmeübertragung an das Speicherwasser nicht über eine innenliegende Rohrschlange, sondern in einem außenliegenden Wärmeaustauscher. Das erwärmte Wasser wird von oben in den Speicher geschichtet. Gleichzeitig fließt dem Wärmeaustauscher kaltes oder abgekühltes Wasser vom Boden des Speichers zu.
Wie funktioniert ein Brennwertgerät?
Brennwertgeräte sind in der Lage, die Wärme aus den Abgasen fast vollständig zu nutzen. Dabei wird der im Abgas enthaltene Wasserdampf so weit abgekühlt, dass er kondensiert und nutzbare Wärme freisetzt. Auf diese Weise wird der Wirkungsgrad wesentlich erhöht. Dadurch arbeiten Brennwertgeräte besonders sparsam und umweltschonend.
Wie funktioniert ein erdgasbetriebenes BHKW?
Das Kernstück eines gasbetriebenen BHKW bilden Verbrennungsmotoren, die über einen Generator Strom erzeugen. Die bei der Stromerzeugung entstehende Motorwärme wird für die Nahwärmeversorgung genutzt. Als Wärmequelle dienen hauptsächlich das Motorkühlwasser und die Verbrennungsabgase. Ihre Wärmeinhalte lassen sich über Wärmeaustauscher einem oder mehreren Heizkreisläufen zuführen.
