FAQ
Topics
- Seit wann ist Erdgas bekannt?
- Wann wurde in der Neuzeit das erste Erdgasfeld entdeckt und genutzt?
- Warum brauchen Brennwertgeräte eine spezielle Abgasführung?
- Warum kann der Nutzungsgrad eines Brennwertgerätes größer als 100% sein?
- Warum sollten Gasgeräte regelmäßig gewartet werden?
- Was bedeutet Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)?
- Was bedeutet Nutzungsgrad?
- Was bedeutet Vor- und Rücklauftemperatur?
- Was beeinflusst den Energieverbrauch einer Heizungsanlage?
- Was ist Biogas?
- Was ist Erdgas?
- Was versteht man unter einer Einzelraumheizung?
- Was versteht man unter einer Zentralheizung für das Haus?
- Was versteht man unter einer Zentralheizung für die Wohnung?
- Welche Heizsysteme werden überwiegend angewendet?
- Welche Systeme kommen für die Warmwasserbereitung mit Erdgas in Frage?
- Welche Vorteile bietet Erdgas für die Brennwertnutzung?
- Welche Vorteile hat das Durchlaufverfahren?
- Welche Vorteile hat das Kochen, Braten und Backen mit Erdgas?
- Welche Vorteile hat das Speicherverfahren?
- Welche Vorteile hat die Warmwasserbereitung mit Erdgas?
- Welche Wärmeerzeuger kann man bei der Beheizung mit Erdgas verwenden?
- Wie entstand Erdgas?
- Wo lassen sich Brennwertgeräte einsetzen?
- Wo werden BHKW eingesetzt?
- Wo werden erdgasbetriebene Kältemaschinen eingesetzt?
Seit wann ist Erdgas bekannt?
Die ältesten Dokumente berichteten schon 3000 v. Chr. über „ewige Feuer" im Mittleren Osten. Ausströmendes Gas hatte sich entzündet. Sumerische Priester sahen darin ein göttliches Zeichen für die Vorhersage der Zukunft. Nach Berichten britischer Chronisten haben die Chinesen schon um 900 v. Chr. bei der Salzgewinnung gefundenes Erdgas zum Salztrocknen verwendet. Aus historischen Schriften, Berichten und Legenden geht hervor, dass Erdgas auch schon im alten Europa bekannt war.
Wann wurde in der Neuzeit das erste Erdgasfeld entdeckt und genutzt?
Im Jahr 1815 fand man in einem Salzschacht in Charleston, West-Virginia, das erste Erdgasfeld der Welt.
Warum brauchen Brennwertgeräte eine spezielle Abgasführung?
Die Abgase sind relativ kalt und feucht. Sie haben daher nicht mehr genug Auftrieb. Deshalb werden sie meist gebläseunterstützt ins Freie abgeführt. Herkömmliche Kamine sind für diese Bedingungen nicht geeignet.
Warum kann der Nutzungsgrad eines Brennwertgerätes größer als 100% sein?
Es ist üblich, den Nutzungsgrad eines Heizkessels auf den Heizwert der eingesetzten Energie zu beziehen, da der Brennwert früher nicht genutzt wurde.
Für Brennwertgeräte hat man diesen Bezugspunkt beibehalten, um sie besser mit herkömmlichen Kesseln vergleichen zu können. Durch den Wärmegewinn aus der Kondensation des Wasserdampfes in den Abgasen kann sich der Nutzungsgrad - bezogen auf den Heizwert - auf mehr als 100% erhöhen, teilweise bis 108%.
Warum sollten Gasgeräte regelmäßig gewartet werden?
Die regelmäßige Wartung durch den Fachmann ist eine wichtige Voraussetzung für den dauerhaft einwandfreien und zuverlässigen Betrieb. Sie gewährleistet, dass die Geräte möglichst umweltschonend und wirtschaftlich arbeiten.
Was bedeutet Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)?
Kraft-Wärme-Maschinen erzeugen aus einem flüssigen oder gasförmigen Brennstoff mechanische Energie und wandelt diese in einem Generator in Strom um. Die dabei entstehende Abwärme wird zur Beheizung oder als Prozesswärme genutzt. Deshalb spricht man von Kraft-Wärme-Kopplung. Sie verbessert die Energienutzung und entlastet dadurch die Umwelt.
Was bedeutet Nutzungsgrad?
Der Nutzungsgrad berücksichtigt die Abgas-, Strahlungs- und Betriebsbereitschaftsverluste. Er gibt an, welcher Anteil an der eingesetzten Energie für das Heizsystem nutzbar ist. Damit ist er die wichtigste Kenngröße zur Beurteilung einer Wärmeerzeugungsanlage. Bei modernen Gasgeräten liegt der Nutzungsgrad in der Regel über 90 %; bei Gas-Brennwertgeräten sogar noch deutlich höher.
Was bedeutet Vor- und Rücklauftemperatur?
Die Temperatur, mit der das Heizungswasser vom Wärmeerzeuger in das Wärmeverteilungssysteme eintritt, nennt man Vorlauftemperatur. Entsprechend nennt man die Temperatur, mit der das Heizungswasser zum Wärmeerzeuger zurückfließt, Rücklauftemperatur.
Was beeinflusst den Energieverbrauch einer Heizungsanlage?
Der Wärmebedarf eines Gebäudes wird vor allem durch die Differenz zwischen Raum- und Außentemperatur während der Heizzeit und damit durch die Einflüsse von Wind, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung spielen eine Rolle. Daneben wirken sich die Betriebsweise und die Regelfähigkeit des Heizsystems sowie das Benutzerverhalten direkt auf den Energieverbrauch aus. Die häusliche Wärmeversorgung bietet deshalb zusammen mit dem Verkehrssektor für den Einzelnen die wirksamste Möglichkeit, durch Energieeinsparung einen persönlichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Was ist Biogas?
Biogase sind keine Erdgase und werden in der öffentlichen Gasversorgung bislang wenig eingesetzt. Da ihr Hauptbestandteil, wie bei Erdgas, Methan ist, können sie nach Aufbereitung wie Erdgas eingesetzt werden. Biogase sind ein Produkt der Verrottung organischer Substanzen, z.B. in der Landwirtschaft oder in kommunalen Abwassern und Deponien für organische Abfälle („grüne Tonne").
Was ist Erdgas?
Erdgas ist ein Naturgas, das vor ungefähr 600 Mio. Jahren entstanden ist. Als Erdgase werden die gasförmigen, brennbaren Kohlenwasserstoffe bezeichnet, die von ihrem Ursprung und ihrer Lagerstättenbildung oft enge Beziehungen zum Erdöl haben.
Was versteht man unter einer Einzelraumheizung?
Bei diesem System wird die Wärme in dem zu beheizenden Raum erzeugt. Es ist vor allem dann zu empfehlen, wenn die schnelle Erwärmung einzelner Räume gewünscht wird, die nicht ständig genutzt werden (z.B. Versammlungsräume). Auch im Rahmen der Altbaumodernisierung spielt die Einzelraumheizung noch eine gewisse Rolle (als Ersatz für Einzelöfen).
Was versteht man unter einer Zentralheizung für das Haus?
Hier beheizt ein Wärmeerzeuger das gesamte Gebäude von einer Stelle aus. Er steht im Keller oder im Dachgeschoss, kann aber auch außerhalb des Gebäudes untergebracht werden (z.B. in einem Anbau). Die Heizkosten müssen anteilig auf die einzelnen Wohneinheiten umgelegt werden.
Was versteht man unter einer Zentralheizung für die Wohnung?
Sie ist die kleinste zentrale Heizungsanlage. Hier beheizt ein Wärmeerzeuger die Räume einer Wohnung. Er wird üblicherweise in der Wohnung aufgestellt, zum Beispiel in Küche, Bad oder Vorzimmer. Dieses System ermöglicht individuelles Heizen und vereinfacht die Heizkostenabrechnung, da der Gasverbrauch für jede Wohnung über einen separaten Gaszähler ermittelt wird.
Welche Heizsysteme werden überwiegend angewendet?
Je nachdem was von einem Wärmeerzeuger beheizt wird, unterscheidet man:
- Die Einzelraumheizung
- Die Zentralheizung für die Wohnung
- Die Zentralheizung für das Haus
- Die Zentralheizung für mehrere Gebäude (Nahwärmeversorgung)
Welche Systeme kommen für die Warmwasserbereitung mit Erdgas in Frage?
Grundsätzlich stehen zwei Systeme zur Auswahl:
- Das Durchlaufverfahren
- Das Speicherverfahren mit indirekt oder direkt beheiztem (Gas-Vorratswasserheizer) Speicher
Welche Vorteile bietet Erdgas für die Brennwertnutzung?
Bei Erdgas liegt der Brennwert rund 11% über dem Heizwert. Deshalb ist die Brennwertnutzung hier besonders günstig. Durch den hohen Wasserdampfgehalt der Abgase lässt sich ein deutlich größerer Wärmegewinn erzielen als bei vielen anderen Brennstoffen.
Welche Vorteile hat das Durchlaufverfahren?
Dieses Verfahren ist besonders wirtschaftlich, da es unmittelbar verbrauchsabhängig arbeitet. Nur wenn warmes Wasser benötigt wird, schaltet sich der Gasbrenner an. Mit Ende der Zapfung schaltet sich auch das Gasgerät ab.
Welche Vorteile hat das Kochen, Braten und Backen mit Erdgas?
- Die volle Wärmeleistung ist sofort verfügbar.
- Die Flammen lassen sich stufenlos regulieren.
- Die Wärmezufuhr lässt sich sehr fein dosieren, jede Veränderung wirkt sich sofort auf den Garprozess aus.
- Vorheizen ist nicht notwendig; nach dem Abschalten entsteht keine Restwärme.
- Der Primärenergieverbrauch und die Betriebskosten sind beim Gasherd niedriger als bei anderen Herden.
Welche Vorteile hat das Speicherverfahren?
Dieses Verfahren bietet den größeren Komfort, da ständig ausreichend Warmwasser mit gewünschter Temperatur zur Verfügung steht. Die gleichzeitige Versorgung mehrerer Zapfstellen ist möglich. Bei der Bemessung des Speicherinhaltes muss der Warmwasserbedarf für die Anzahl der Nutzer berücksichtigt werden.
Welche Vorteile hat die Warmwasserbereitung mit Erdgas?
Erdgas bietet gute Voraussetzungen für eine wirtschaftliche und komfortable Warmwasserbereitung.
Ein weiterer Vorteil ist die große Auswahl an Geräten und Gerätekombinationen. Für jeden Anwendungsfall lassen sich Lösungen finden, die sparsamen Energieeinsatz und bedarfsgerechten Warmwasserkomfort bieten. Die moderne Gasgerätetechnik sorgt auch in diesem Verbrauchssektor für eine möglichst gering umweltbelastende Wärmeerzeugung. Durch den Anschluss von Geschirrspüler und Waschmaschine an die Warmwasserversorgung lassen sich Zeit und Energie sparen.
Welche Wärmeerzeuger kann man bei der Beheizung mit Erdgas verwenden?
- Gas-Spezialheizkessel
- Gas-Heizkessel mit Gebläsebrenner
- Gas-Umlaufwasserheizer/-Kombiwasserheizer
- Gaswärmezentrum
- Gas-Brennwertgerät
- Gas-Raumheizer
- Gas-Kachelofen
- Gas-Warmlufterzeuger
- Gas-Heizstrahler (nicht in Wohnräumen)
Wie entstand Erdgas?
Allgemein geht man davon aus, dass tierische und pflanzliche Überreste, die sich vor Jahrmillionen auf dem Grund riesiger Ozeane ablagerten, von Gesteins- und Erdschichten überdeckt wurden. Unter hohem Druck setzte ein langwieriger chemischer Prozess ein, der die organischen Substanzen in gasförmige Kohlenwasserstoffe umwandelte.
Wo lassen sich Brennwertgeräte einsetzen?
Grundsätzlich lassen sie sich überall zum Heizen und zur Warmwasserbereitung einsetzen: in Neubauten ebenso wie bei der Heizungsmodernisierung. Große Radiatorenflächen und Fußbodenheizung eignen sich am besten für die Brennwerttechnik.
Wo werden BHKW eingesetzt?
BHWK eignen sich für die verbrauchernahe Strom und Wärmeerzeugung, beispielsweise für Wohnsiedlungen, Industriebetriebe oder öffentliche Einrichtungen, wie Schwimmbäder, Krankenhäuser und Schulen. Besonders sinnvoll sind sie dort, wo gleichzeitig und im gleich bleibenden Verhältnis Strom und Wärmeenergie benötigt werden. In besonders kompakter Form - als so genannte Mini-BHKW - lassen sich Blockheizkraftwerke auch in einzelnen Wohngebäuden bis hin zum Ein- und Zweifamilienhaus einsetzen.
Wo werden erdgasbetriebene Kältemaschinen eingesetzt?
Unter anderem bei der Klimatisierung, der Kühlung von Lebensmittel oder bei der Bereitstellung von industrieller Prozesskälte. Dabei erweist es sich als besonders günstig, wenn zum Antrieb von Kältemaschinen Wärme aus erdgasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) verwendet wird.
