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Was steckt hinter der bunten Fassade?

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Wien Energie Fernwärme
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U4, U6 (Station Spittelau), Linie D, 35A und 37A

Was steckt hinter der bunten Fassade?

Die angelieferten Abfälle werden zunächst von einer Brückenwaage gewogen und in einem rund 7.000 m³ großen Abfallbunker zwischengelagert. Mit einem Greifer wird der Abfall in zwei Rostofenlinien eingebracht und thermisch behandelt. Der Austrag der am Ende des Verbrennungsrosts ankommenden Schlacke erfolgt durch den Abwurf in den wassergefüllten Nassentschlacker. 

Die entstehenden heißen Rauchgase werden zunächst über einen Wärmetauscher geleitet. Aus dem erzeugten Dampf wird später Fernwärme und Strom gewonnen. Zur Reinigung der Rauchgase ist eine Reihe hochmoderner Anlagen installiert.

Am Beginn des Reinigungsprozesses stehen hochwirksame Elektrofilter. Sie verringern den Staubgehalt des Rauchgases um 99,9 Prozent. Anschließend gelangt das Rauchgas in den ersten von zwei zylindrischen Waschtürmen, wo Chlorwasserstoff, Fluorwasserstoff und Schwermetalle abgeschieden werden. 

Im zweiten Waschturm wird dem Rauchgas Schwefeldioxid entzogen. Die Abwässer der ersten Wäscherstufe werden in die zweistufige Schwermetallfällung geleitet, wo die Schwermetalle sedimentiert werden. Das Abwasser der zweiten Wäscherstufe kommt nach mehrmaliger Verwendung als Wäscherwasser in die Multi-Recycling-Anlage, wo Gips ausgefällt wird. Der Gips wird anschließend in den Nassentschlacker befördert. Nach den Waschtürmen wird das Rauchgas in die elektrodynamischen Venturi-Filter geleitet, wo restliche Feinstaubanteile abgeschieden werden. Im Anschluss daran laufen die beiden Reinigungslinien zusammen und münden gemeinsam in die Entstickungsanlage, in der die Stickoxide in einem katalytischen Verfahren in Stickstoff und Wasser aufgespaltet sowie Dioxine zerstört werden. Das gereinigte Rauchgas verlässt den Kamin in einer Höhe von 126 Metern. 

In dem thermischen Abfallbehandlungsprozess werden etwa 40.000 Megawattstunden Strom und 470.000 Megawattstunden Fernwärme produziert. Mit dieser Wärmemenge werden jährlich mehr als 60.000 Haushalte in Wien beheizt.