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Geschichte Spittelau

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Wien Energie Fernwärme
Spittelau
Spittelauer Lände 45
1090 Wien 
Tel.: +43 (0)1 313 26-2705
Fax: +43 (0)1 313 26-2884
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Anreise
U4, U6 (Station Spittelau), Linie D, 35A und 37A

Geschichte Spittelau

Thermische Abfallbehandlungsanlage Spittelau

Bis heute versorgt die Anlage Spittelau in erster Linie das Allgemeine Krankenhaus mit umweltfreundlicher Wärme. Aus diesem Grund wurde die Anlage von 1969 bis 1971 errichtet und nach dem Großbrand 1987 wieder aufgebaut. 

15. Mai 1987: Während Revisionsarbeiten bricht in der thermischen Abfallbehandlungsanlage Spittelau ein Feuer aus, große Teile des Gebäudes werden ein Raub der Flammen. Wie soll es weiter gehen? Bürgergruppen sprechen sich für einen Abriss der Anlage aus, die Wiener Stadtregierung unter Dr. Helmut Zilk entscheidet sich aber für einen Wiederaufbau am bisherigen Standort. Die Begründung: In der Spittelau ist die komplette Fernwärmeinfrastruktur vorhanden und der Abfall muss nicht Umwelt belastend zu einem weit entfernten Standort transportiert werden. Außerdem soll die neue Spittelau neue Standards im Umweltschutz setzen - modernste Technologie macht sie zur weltweit saubersten thermischen Abfallbehandlungsanlage.

Wiens Bürgermeister Dr. Zilk plant noch mehr: Die neue Spittelau soll kein Industriemonument sein, sondern den Bürgern freundlich begegnen. Er lädt Friedensreich Hundertwasser zur Neugestaltung ein. Nach reiflicher Überlegung sagt der Umweltschützer und Naturfreund Hundertwasser endgültig zu. Die Tatsache, dass die thermische Behandlung von Abfall die umweltfreundlichste Methode der Entsorgung ist, überzeugt ihn. Sein idealistischer Einsatz für die naturnahe Neugestaltung der Spittelau geht weit - der Meister übernimmt die Gestaltung kostenlos.

Ab 1988 bis zur Übergabe am 2. Dezember 1992 verwandelt Hundertwasser den grauen, nüchternen Zweckbau in ein fröhliches Gebäude, das jeden Besucher willkommen heißt. Bereits von weitem grüßen seine bunte Fassade und die goldene Kugel auf dem Schlot. Dachbegrünung und eine Baumbepflanzung am neuen Fischträgervordach bringen die Natur zurück. Und Turmfalken, langjährige Bewohner des zerstörten Gebäudes, finden wieder ein Heim in den am Schlot eingebauten Nestern. Heute ist die Spittelau ein international viel beachtetes Beispiel, wie sich bei Industriebauten Mensch, Natur und wirtschaftliche Ziele in harmonischen Einklang bringen lassen. Zahlreiche Touristen und Fachdelegationen besuchen die Spittelau. Die weithin sichtbare, im Sonnenlicht gleißende, goldene Kugel des Schlots gehört heute ebenso zum Wiener Stadtbild wie der Stephansdom und das Riesenrad.

Weitere Informationen zur thermischen Abfallbehandlungsanlage Spittelau finden Sie in der AnrainerInnenzeitung "vis á vis".